Einladung Jahresversammlung 2005 Leipzig, den 18. März 2005 Liebe Mitglieder im Lindenauer Stadtteilverein, unsere diesjährige Jahreshauptversammlung findet statt am Donnerstag, den 7. April um 20.00 Uhr im URBAN-Büro am Lindenauer Markt. In diesm Jahr ist es etwas später geworden, weil mal wieder die Technik versagt hat, vor allem aber weil die Kasse doch einiges an Zeit und Nerven in Anspruch genommen hat: im letzten Jahr haben wir allein 3 URBAN II-Anträge umgesetzt mit einem Gesamtvolumen von 44.000 €, die über unsere Kasse laufen mußten … Der Jahresbericht ist wie immer beigefügt, damit Interessierte schon mal stöbern können. Wenn außerdem noch Interesse besteht, kann vor oder nach der Versammlung noch einmal die DVD mit der Baulager-Dokumentation gezeigt werden (Dauer ca. eine halbe Stunde). Bitte melden, wer´s noch nicht gesehen hat und die Gelegenheit nutzen möchte, damit wir den Recorder vom Kinderbüro ausleihen. Tagesordnung 1. Begrüßung 2. Feststellen der ordnungsgemäßen Ladung und Beschlussfähigkeit 3. Jahresbericht 2004 des Vorstandes 4. Kassenbericht 2004 5. Entlastung des alten Vorstands 6. Vorstandswahl 7. Wahl der Kassenprüfer 2006 8. Satzungsänderung Gestrichen werden soll der Passus, der eine Aufwandsentschädigung für Vereinsarbeit durch Mitglieder ausschließt. Begründung: Im letzten Jahr haben sich durch die drei großen URBAN-Projekte Aktivitäten ergeben, die allein im ehrenamtlichen Rahmen kaum durchführbar sind. Bei bezuschussten Projekten mit entsprechend bedeutender Zielstellung und Finanzausstattung ist eine Aufwandsentschädigung o.ä. für den teilweise immensen Zeiteinsatz möglich und vor allem angemessen. Eine kurze Rückmeldung zur Teilnahme erbitte ich bis 3. April telefonisch oder per E-Mail an mich. Beste Grüße in alle Teile unseres immer schöneren Lindenau Protokoll Jahresversammlung 2005 Leipzig, den 23. Mai 2005 Liebe Mitglieder im Lindenauer Stadtteilverein, auch mit dem Protokoll zur Jahresversammlung ist es dieses Jahr etwas später geworden. Dafür sind die Termine reichlicher bestückt und ausführlicher erläutert – vielleicht sehen wir uns ja bei der einen oder anderen Veranstaltung? Als wesentliche Neuerung soll es in diesem Jahr auch einen monatlichen Rundbrief geben. Dieser wird per E-Mail an alle gehen und ist ansonsten im Schaufenster des Vereins (URBAN-Büro, Seite zur Demmeringstraße 22) anzusehen. Mittlerweile haben sich auch noch einige Änderungen im Sachstand ergeben: Rainer Bodey kümmert sich um 1€-Jobs beim Verein. So kann demnächst doch noch eine Lindenau-Kartei entstehen, die Monographie zu Lindenfels und Musikalischer Komödie … Außerdem haben sich zwischenzeitlich noch eine Food-Kooperative und ein neuer Förderverein für den Erhalt der Nathanaelkirche in Lindenau gegründet, das Bildhauersymposion kann nicht statt finden. Davon aber mehr in den Rundbriefen. Auch 2005 wird sicherlich wieder sehr spannend. Wir freuen uns auf viele gute Ideen, nette Leute und lustige Projekte! Protokoll Jahresversammlung 7. April 2005 Lindenauer Stadtteilverein e.V. 1. Begrüßung und Beschlussfähigkeit Die Vereinsvorsitzende Christina Weiß begrüßt die Anwesenden und stellt die ordnungsgemäße Ladung sowie Anwesenheit von 6 Mitgliedern fest. Damit ist die Versammlung beschlussfähig. Im Laufe der Vorstandberichte sind noch zwei weitere Mitglieder eingetroffen, so dass für die Wahlen anschließend 8 Stimmberechtigte anwesend sind. 2. Jahresbericht 2004 des Vorstandes Christina Weiß gibt einen Überblick über die Aktivitäten im verganegenen Jahr: Rückblick 2004 Nachbarschaftsgärten und RAD-HAUS 2003/2004 arbeiteten Simon Stockenberger bzw. Vicky Günsel im Rahmen eines Freiwilligenjahres mit. Er/Sie war zuständig für die Herrichtung einer derzeit ungenutzten Brachfläche zu einem Gartengrundstück im Block Jospehstraße/Siemeringstraße, das Leute aus der Nachbarschaft nutzen sollten. Im Rahmen einer Diplomarbeit sollte eine erster Garten in einem Baulager zu Ostern hergerichtet werden – durch die Pressekampagne, bei der die Leipziger Volkszeitung (LVZ) täglich über die Ereignisse berichtete, kamen bereits nach drei tagen 13 weitere Gärtner/innen dazu und die 5.585 Quadratmeter waren erst einmal vergeben. Eine gewisse Fluktuatin im Laufe des Jahres mündete in die feste Organisationsform einer „Quartalsbeauftragten“ der Gartennutzer/innen, um einen festen Ansprechpartner für Neubesetzungen von Flächen zu haben. www.nachbarschaftsgaerten.de (wird derzeit noch von Johanna Hofer aktualisiert) Als arbeitsloser Zimmermann meldete sich im Osterbaulager außerdem Olav Petersen und brachte die Idee ein, eine Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt im eingestürzten Schuppen an der Jospehstraße 27 zu errichten. Das Gebäude war derart marode, dass der Verein bereits im März 2004 durch die Berufsfeuerwehr Leipzig das herabhängende Dachskelett kontrolliert eindrücken ließ, um niemanden zu gefährden. Die Idee einer Selbsthilfewerkstatt für Fahrräder erschien am Standort doppelt sinnvoll: ein Kommunikationmöglichkeit und attraktiver kostenloser Treffpunkt für die Nachbarschaft fehlte am Standort für die Anwohnerschaft. Durch die Neuerungen im Sozialgesetzbuch würden sich ab 2005 die Lebensbedingungen gerade für dieses Viertel noch verschlechtern, da hier bereits jetzt statistisch gesehen doppelt so viele Sozialhilfeempfänger und lediglich halb so viele Autos wie im städtischen Durchschnitt vorhanden sind. Dieser Armutsindikator ist im Stadtbild täglich durch die zahlreichen Handwagen und Fahrradanhänger präsent, mit denen die Menschen ihre kurzen Wege für Einkauf (auch größerer Teile wie Waschmaschine, Schreibtisch oder Computerreparatur) oder Umzug zurücklegen. Die Werkstatt sollte deshalb mit einem kommunikativen Anspruch betrieben werden. Ihr technisches Repertoir sollte sich auf alles erstrecken, was rollt: Transportfahrräder, Bollerwagen, Rollstühle, Laufräder, Tourenräder … Dabei ist eine Konkurrenz mit dem Fahrradladen im Nachbarquartier nicht gegeben: Das Angebot des RAD-HAUSES erstreckt sich lediglich auf die unkomplizierten Reparaturen, die problemlos angeleitet und durch die Nutzerinnen und Nutzer selbst ausgeführt werden können. Den nicht mehr flickbaren Schlauch muss Oma Werner im Fahrradladen kaufen und zum Aufziehen mitbringen. Als weitere Bauleistung sollte eine vom Bauordnungsamt geforderte und dringend benötigte Toilette sowie ein Stromanschluss für die Werkstatt gebaut werden. Bereits vor der Durchführung hatte sich durch den Einsatz von Olav Petersen und von Praktikanten eine sehr effektive Arbeitsorganisation ergeben. Um dem Projekt aber eine ähnliche Aufmerksamkeit zu verschaffen wie dem ersten Arbeitseinsatz zu Ostern wurde wiederum die Form eines Baulagers gewählt. Der Internationale Bauorden unterstützte das Projekt für drei Wochen mit einem internationalen Freiwilligenteam. Problembereiche Die Arbeitsleistungen hätten durch die Praktikanten sehr viel effektiver erbracht werden können – diese Erkenntnis kam aber erst nach dem zweiten Baulager - , da diese kostenfrei für den Verein arbeiten und keinerlei Freizeitbetreuung benötigten. Dennoch war die Entscheidung für die Form des intenationalen Baulagers wichtig, weil die Öffentlichkeit dadurch maßgeblich auf den besonderen Charakter des Projektes hingewiesen wurde. Durch die Baulager wurde einiges an Baulaeitungen erbracht, jedoch kaum zu Ende geführt. Diesen Arbeitsschritt übernahmen anschließend die Praktikanten des RAD-HAUSES. Durch die stark gekürzte Finanzausstattung bei den Baumaterialien mußte oftmals sehr improvisiert werden. Auch konnten im Sanitärbereich keine getrennten Toilettenkabinen gebaut werden, selbst die einzige Toilettenschüssel mußte gestiftet werden. Das Organisieren von Materialspenden und technischen Hilfsleistungen durch Fachkräfte hat zuviel Zeit in Anspruch genommen, die bei ausreichender finanzieller Grundlage sinnvoller für Öffentlichkeitsarbeit oder weitere Aktionen des RAD-HAUSES oder der Nachbarschaftsgärten hätte genutzt werden können. Die notwendige private Vorfinanzierung der Rechnungen und die langen Bearbeitungszeiten bis zur Rückerstattung sind Umstände, die das Projekt bei vielen anderen Vereinen zum Scheitern verurteilt hätten. Hier müssen verwaltungs- und vereinstechnisch praktikable Lösungen gefunden werden. Die immer noch nichtüberarbeitete Internetseite www.nachbarschaftsgaerten.de konnte aus Kapazitätsgründen leider nie zeitnah aktualisiert werden. Hier wäre eine Unterstützung sinnvoll, die losgelöst von allem Baugeschehen dennoch den Fortgang so verfolgt, dass selbständig Inhalte erstellt und eingestellt werden könnten. Ziel erreicht? Ja. Denn Ziel des 2. Baulagers war, die Idee von Olav Petersen umsetzen: das RAD-HAUS herzurichten, indem dem zusammen gefallenen Schuppen ein zweites Leben eingehaucht wird, und ein Toilettenhaus zu errichten, das dringend für die Nutzergemeinschaft der Nachbarschaftsgärten, für die Kulturveranstaltungen und die Fahrradwerkstatt gebraucht wurde. Daneben sollte der Gemeinschaftsteil der Nachbarschaftsgärten weiter gestaltet und bespielt werden sowie beide Projekte bekannter gemacht werden. Ergeben haben sich aus den Aktivitäten rund um RAD-HAUS und die öffentliche Zugänglichkeit der Nachbarschaftsgärten aber noch weitere Themenfelder, die eine auch jetzt noch immer steigende Anzahl von Interessierten anlockt. Alle sind neugierig und warten nur auf eine Gelegenheit, sich nicht nur in die Diskussion rund um den Stadtumbau mit einzubringen. Die allermeisten wollen auch tatkräftig mitwirken und eigene Vorhaben umsetzen, für die bisher der nötige Raum fehlte. Perspektiven Im Laufe des Sommers hat sich eine derartige Vielzahl von Anfragen rund um RAD-HAUS und Nachbarschaftsgärten ergeben, dass der Lindenauer Stadtteilverein e.V. als rein ehrenamtlich agierende Gruppe sich nach Partnern und anderen Umsetzungsmöglichkeiten für die vielen spannenden Ideen und Ansätze umgesehen hat. Ein Ergebnis ist dabei die Gründung des HausHalten e.V., der sich der Diskussion und Schaffung von praktischen Beispielen zum Thema Stadtumbau widmen wird. Fortführung der Nachbarschaftsgärten Nach der Herrichtungsphase wird der zweite Sommer für die Flächen einen Gartenalltag bringen, den es zu füllen gilt. Die ursprünglich geplante Ausgliederung der Gartenflächen an einen eigenen Verein scheitert derzeit an der Mitwirkung eines Eigentümers, der auch die meisten der Flächen kostenlos zur Verfügung stellt. Damit wird der Stadtteilverein zunächst weiterhin Vertragsnehmer bleiben. Die Nutzergruppe wird sich jedoch selbst organisieren, für den Unterhalt der Flächen sorgen und Ideen für ein kulturelles Programm sowie das geplante Gartencafé für die Sommermonate weiter voran treiben. Gruppenmanagement und Häuser-/Brachenpool Der HausHalten e.V. wird an einem weiteren Standort in Lindenau beispielhaft zeigen, wie Abbruchflächen und Freiraum bei der Gebäudenutzung zum Erhalt von Häusern auch in Problemlagen beitragen können. Das Amt für Stadterneuerung (ASW) hat seit Oktober außerdem eine Brachflächenvermittlungsstelle eingerichtet, die mit der dezentralen Komponente ABM (Heiko Keller) auch arbeitsfähig ist. Kopie des Modells Olav Petersen: Anleiter für arbeitslose Jugendliche Wie beim RAD-HAUS sollen Anleiter für die jugendlichen Praktikanten angestellt werden, die den Block an der Musikalischen Komödie so herrichten, dass kreative Geister den Block anschließend Haus für Haus in Besitz nehmen können. Bergelager Ein Nachbar aus der Josephstraße sollte die Verwaltung der gespendeten und geborgene Materialien organisieren und überwachen, die ausschließlich zur Unterstützung gemeinnütziger Bauvorhaben dienen werden. Für das Nachbargrundstück des RAD-HAUSES, die Josephstraße 29, wurde diese Nutzung steuerrechtlich überprüft (Erhalt der Grundsteuerbefreiung). Leider ist jedoch ein Bergelager nicht möglich, da dann der temporäre Grundsteuererlass für den Eigentümer der Gestattungsvereinbarung-Fläche rückgängig gemacht würde. Für die Josephstraße 29 ist lediglich die Gestaltung als öffentliche Grünfläche zulässig. Selbsthilfewerkstatt Holz Eine Antrag auf Ausstattung mit Werkzeug für den 2. Raum des RAD-HAUSES wurde von der Verwaltung abgelehnt. Wir sind in Widerspruch gegangen und haben bisher keine Rückmeldung. ABM/1-€-Job werden aber für den jungen Mann, der sich beim Bau des RAD-HAUSES besonders für Holzarbeiten interessiert hat, beantragt. Bisher auch hier keine Rückmeldung. Koordinierung Gebäude und Brachflächen rund um die Josephstraße Für die Steuerung von privaten baulichen Initiativen (Eigentum und Miete) rund um die Nachbarschaftsgärten hat sich derzeit noch keine Perspektive ergeben. Der Lindenauer Stadtteilverein bemüht sich nach Kräften, Ideen und private Initiativen aufzunehmen. Eine ehrenamtliche Koordinierung und Weiterführung ist jedoch nicht möglich. Hier steht nach wie vor die Entscheidung der Verwaltung aus, das KSP-Ziel „Entwicklung Josephstraße“ auch zu ermöglichen durch finanzielle und personelle Unterlegung. Eine „kleine Lösung“ mit Unterstützung durch Heiko Keller, derzeit ABM im URBAN-Büro für öffentlichen Raum, wird sich hier möglicherweise ab Februar 2005 ergeben. Zunächst ist hier eine Beräumung und Zumauern der leeren Gebäude im unteren Teil der Josephstraße geplant. Dafür sammeln wir immer noch Sperrmüllmarken im Pappschwein „Max“ im URBAN-Büro. Lindenauer Nacht Mitten in der Nacht, wenn´s dunkel ist in Lindenau … dass man sich auch da noch in unserem Stadtteil vor die Tür trauen kann, wollten wir zeigen. Und so marschierte der Zug der Laternenkinder am letzten Februarsamstag 2004 gleich in´s Theaterhaus am Lindenauer Markt und beging die erste „Lindenauer Nacht“: Stadtteilfest drin und nachts – allerdings nur mit Lindenauer Infoständen und ohne gewerbliche Angebote. Die Teilnehmerschaft unterschied sich deshlab doch sehr von den Stadtteilfesten. Dennoch waren einige Hundertschaften vor Ort und feierten nach dem - etwas zu langen – Bühnenprogramm bis in die frühen Morgenstunden die Nacht in Lindenau. Eine Neuauflage 2005 war dann beschlossene Sache. Postkartenkalender Lindenau 2005 Roland Beer hat im letzten Jahr einen Postkartenkalender zusammen gestellt. Wie bereits 2 Jahre zuvor gab es pro Monat 2 A6-Karten mit erläuterndem Text auf der Rückseite eines A5-Kalenderblatts. Da beim letzen Mal die 500 gedruckten Exemplare sehr schnelle vergriffen waren, hatte der Vorstand eine Auflage von 1.000 Stück beschlossen, die lediglich 400 € mehr kosteten als 500 – Grund hierfür sind die hohen Kosten für Druckvorstufe (Fime) und Andruck. Anders als beim letzen Kalender wurde diesmal keine Kofinanzierung über Sponsoring organisiert. Und obwohl bereits im September alles fix und fertig war, wurde viel zu spät geworben und verteilt. Derzeit sind noch etwa 200 Exemplare im Keller des URBAN-Büros eingelagert, der Rücklauf aus den Buchläden ist noch nicht abschließend abgerechnet, wird aber in die Kasse 2005 einfließen. Die Gesamtdruckkosten von ca. 3.500 € belasten dadurch den haushalt 2004 in voller Höhe. Stadt- und Verkehrsforum 2004 gab es lediglich ein einziges Verkehrsforum, bedingt u.a. durch den Weggang von Stephan Besier, der diese Kommunikation mit der Stadtverwaltung initiiert und jahrelang durchgeführt hatte. Neben einer Beleuchtung der bisher erreichten ergebnisse wurden auch die geplanten maßnahmen für 2004/2005 beleuchtet und die neue Amtsleiterin erstnmal s an Stelle des pensionierten Walter Stein begrüßt. Themen für neue Foren liegen derzeit nicht akut an. Wünschenswert wäre aber eine baldige Aufarbeitung des immer wieder hochkochenden Themas „Lindenauer Markt“: hier sind zahlreiche vorhandene Räumlichkeiten leer, weder Stadt noch IG der Geschäftsleute kümmern sich, es soll sogar noch weiter gebaut werden … Ausgründung HausHalten e.V. Im Herbst 2004 wurde der Verein HausHalten e.V. aus einem Betätigungsfeld des Stadtteilvereins heraus ausgegründet: Der Block Musikalische Komödie war in den Verkehrsforen des Vereins vor 3 Jahren als besonders gefährdet und städtebaulich bedeutend beschrieben worden. Durch Bauingenieure der Freiwilligenagentur erfolgte daraufhin eine Begehung mit Erstellung einer Kurzdokumentation zu jedem unbewohnten Gebäude mit der Forderung, in jedem Haus einen Wächter zu installieren, der für den Erhalt der Substanz sorgt und bemerkt, wenn mal ein Dachzeigel verrutscht. U.a. mit diesen Unterlagen gelangte die Stadtverwaltung zu einem anderen Einblick über die Substanz des Blockes und der vormals diskutierte Abriss wurde an eine Planungsgruppe Stadtlabor/L21 beauftragt. Auch dieses Planungsteam kam zu dem Schluss, dass der Block gehalten werden müsse – „Wächterhäuser“ sollten den Blockrand halten. Zusammen mit dem Stadtteilverein und Olav Petersen mit sieen Praktikanten aus der Josephstraße wurde am 28. Oktober die erste öffentliche Aktion von HausHalten in der Lützner Straße 16a begangen: Karsten Gerkens, Amtsleiter im Amt für Stadterneuerung (ASW), hielt seine Lindenauer Balkonrede für den Erhalt von Bausubstanz im Stadtumbau Ost und gab das soeben erhaltene Preisgeld des Städtebausonderpreises, das die Satdt für die künstlerische Brachflächenbespielung Stadthalten bekommen hatte, an HausHalten als Startkapital weiter. Durch einen URBAN II-Antrag wurde dann die Einstellung von 2 Kulturhausmeistern ermöglicht, die die Gebäude so vorzubereiten, dass Individualisten sich ihre Bereiche herrichten können. Mittlerweile dehnt HausHalten seine Aktivitäten auch auf andere Häuser aus. Ansprechpartner ist Stephen Freese, der auch Mitglied im Stadtteilverein ist. www.haushalten-leipzig.de Ausblick 2005 1€-Jobs Der Verein hat bei der Agentur für Arbeit (der Name hat sich geändert, die Sachbearbeiterinnen nicht …) 8 Arbeitsmöglichkeiten angeboten. Obwohl der Vorstand sich in der Vergangenheit stets gegen ABM und ähnliche, „hauptamtlich engagierte Bürger“ mit zumeist mäßiger Motivation und Qualifikation ausgesprochen hatte, weil er Einmischen und Mitgestalten von Entwicklungen in unserer Stadt für nicht delegierbar hält. Hintergrund dieser Entscheidung: Im und für den Verein sind etliche Lindenauerinnen und Lindenauer aktiv, die von der Hartz IV-Regelung betroffen sind. Diese beinhaltet u.a., dass angebotene 1€-Jobs u.ä. nicht abgelehnt werden dürfen. Für den Verein heißt das konkret: Wir möchten denen, die sich sowieso schon bei uns engagieren, die Möglichkeit bieten, das auch weiterhin zu tun. Ohne dass sie für 25 Wochenstunden zwangsverpflichtet werden, irgend einen anderen 1€-Job anzunehmen. Die Beschreibung der Arbeitsmöglichkeiten sind deshalb zugeschnitten auf bereits bestehende Aufgabenbereiche und eingewiesene Akteure. Finanziell bedeutet ein 1€-Job monatlich: 100€ Aufwandsentschädigung für 4x25 Stunden Arbeit im Monat 100 € für den Verein als Träger (auch zur Kofinanzierung Berufsgenossenschaft, Arbeitsmaterial etc.) Beantragt sind derzeit: 1 Arbeitsmöglichkeit in Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt Aus dem Pilotprojekt Nachbarschaftsgärten an der Lindenauer Josephstraße hat sich u.a. eine ehrenamtliche Initiative zum Bau und Betrieb einer Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt ergeben. 2 Arbeitsmöglichkeiten bei der Herrichtung von neuen Nachbarschaftsgärten im Viertel Das Quartier rund um die Lindenauer Josephstraße gehört mit zu den am meisten benachteiligten im Stadtteil. Im Konzeptionellen Stadtteilplan (KSP) wird eine Entwicklung in Lindenau insbesondere für die Bereiche rund um die Dreilindenstraße sowie an der Josephstraße empfohlen. 4 Arbeitsmöglichkeiten Stadtteilgeschichte, PR und Veranstaltungsmanagement Wenn jemand jemanden kennt, der jemanden kennt … den das betrifft: es ist leider nicht sicher, dass die von uns vorgeschlagenen Lindenauer auch von ihrem Sachbearbeiter für uns zugeteilt werden, ggf. sind also Arbeistmöglichkeiten noch zu haben. Im Zweifelsfalle werden wir die Stellen aber eher nicht besetzen als uns mit unmotivierten, zugeteilten Leuten zu beschäftigen. Für alle Einsatzbereiche erfolgt eine minimale Anleitung; Arbeit und Zeiteinteilung sind fei zu organisieren. Wir nehmen nur Lindenauerinnen und Lindenauer oder Leute, die sich sonst stark mit dem Stadtteil identifizieren. Familienfreundlich, da freie Zeiteinteilung; Nichtraucher/innen werden stark bevorzugt. Bildhauer-Symposion nach den Sommerfereien Auf der Josephstraße 29 soll im Herbst ein Bildhauer-Symposion statt finden, bei dem die Sandsteine aus dem öffentlich heiß umstrittenen Hausabriss Karl-Heine-Straße 30 wieder für den öffentlichen Raum nutzbar gemacht werden sollen: Skulpturen, Reliefs, Bänke … Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Ansprechpartner ist Heiko Keller im URBAN-Büro, Tel.: 870 59 30. Lindenauer Nacht Samstag, 9. April Jawoll, es gibt sie: die zweite Lindenauer Nacht. Nach dem wagemutigen Versuch im letzen Jahr haben uns alle ermutigt, doch mit einer Neuauflage der Lindenauer Nacht zu zeigen, dass man sich auch in unserem Stadtteil nach Einbruch der Dunkelheit nach draußen wagen kann. Dauer: 17 bis 22 Uhr… open end Bühne: Programmblock 1 17.30-18.30 Uhr, Programmblock 2 19.30 – 20.30 Uhr Infostände: 17-22 Uhr, bis 20 Uhr Mitmachangebote und Büffet für die ganze Familie (Büffet: jeder bringt etwas mit – bitte in die Listen eintragen). Das Theater der Jungen Welt leitet mit der Veranstaltung seine Interkulturelle Veranstaltungswoche "Leipziger Welten" ein, weshalb dieses Mal ein Themenschwerpunkt „Multi-Kulti“ gesetzt wurde (einschl. internationaler Spezialitätenangebote). Etwas anders als im letzten Jahr werden dieses Mal Bühnenprogramm und Info-Angebote etwas stärker getrennt. Mitmachen können aber wie immer alle, die im oder für den Stadtteil etwas tun: Aktuell gesucht werden noch Infostände, Beiträge zum Buffet und Leute, die für mindestens eine halbe Stunde am Flügel Tafelmusik spielen können. Rückmeldung bitte umgehend, Anmeldungen im Anhang. Lindenau-Führung Sonntag, 10. April Tim Tröger und Rainer Müller bieten Führungen durch unseren immer schöneren Satdtteil an: die erste (historische) am Sonntag nach der Lindenauer Nacht. Das wäre DIE Gelegenheit, auch die Kinderstadtteilführung wieder aufleben zu lassen … Freiwilligentag Samstag, 30. April Die Leipziger Freiwilligenagentur organisiert am bundesweiten Freiwilligentag den Einsatz in Vereinsprojekten. Öffentlichkeitswirksam soll hier der Nachbarschaftsgarten Jospehstraße 19 hergerichtet werden. Durch diesen Garten ist die nutzende Familie auf die Idee gekommen, die Wohnung im Nachbarhaus zu sanieren und in die Josephstraße zu ziehen. Wer Zeit, Lust und eine alte Buddelhose mit festen Steifeln hat, sollte sich an diesem Samstag bis 9.30 Uhr auf dem Grundstück einfinden. Stadtteilfest Sonntag, 26. Juni Die IG der Händler am Markt fürht wieder ein Stadtteilfest durch. Aus den Erfahrungen der Vorjahre mit nicht eingehaltenen Absprachen werden wir uns an der Vorbereitung nicht beteiligen, nehemn aber mit einem Stand teil. Zeit: 11 bis 18 Uhr. Weltjugendtag Freitag, 12. August Der Katholische Kirchentag findet im Sommer in Köln statt. Vorher werden ca. 2.00 Jugendliche aus aller Welt in Leipzig einen Gastfamilienaufenthalt verleben und sich dabei u.a. an einem sozialen Projekt beteiligen. Als Verein bieten wir den Einsatz bei der Herrichtung von Nachbarschaftsgärten an. Hierzu suchen wir noch 2 Menschen, die Englisch sprechen und die an diesem Tag Gartenarbeit anleiten können für ca. 5 Freiwillige. Bitte melden bei Christina Weiß, Tel.: 45 12 012. Untere Josephstraße Geplant ist in Kooperation mit dem Kommunalen Eigenbetrieb Engelsdorf (KEE) die Beräumung von Müll auf den Grundstücken an der unteren Jospehstraße. Mit dem Stadtplanungsamt werden derzeit mögliche Bauformen diskutiert – u.a. der Rückbau gründerzeitlicher Substanz auf Einfamiliengröße. Für Ende April will Dr. Frank Dietze einen Schlachtplan dazu vorlegen. Nachbarschaftsgärten Derzeit steht das Programm der Gärten noch nicht fest – wird nachgereicht. IN diesme ersten wirklichen Betriebsjahr sollte sich die Gemeinschaft der Gärtnernden festigen und eine Organisationsform einspielen. Perspektivisch sollten sich die Nachbarschaftsgärten als eigener Verein ausgründen. Derzeit sind die Pachtverträge vom Stadtteilverein unterzeichnet, der auch die Kosten für den Wasseranschluss puffert, bevor er durch die Nutzergruppe ersetzt wird. RAD-HAUS Die Fahrradwerkstatt ist montags und freitags von 10-18 Uhr geöffnet, einmal monatlich wird eine Sonderveranstaltung wie Fahrrad-Flohmarkt oder –Anmalen stattfinden. Auch hier stehen noch keine Termine fest. Lindenauer Markt Ein wichtiges Thema könnte in diesem Jahr die Belebung des Marktes sein – allerdings hat sich noch niemand gefunden, der die Kommunikation mit der nicht organisierten Händlergemeinschaft an herrn Zimmermann vorbei aufnehmen will. Der Stadtteilverein hat Quartiersmanager Tobias Habermann gebeten, über mögliche Wege im Gespräch zu bleiben. Block Musikalische Komödie Die immer wieder öffentlich zur Diskussion gestellte Schließung der MuKo muss vom Tisch. Deshalb gab es im vergangenen Jahr verschiedene Anläufe und Aktivitäten, ein tragfähiges Konzept für den Erhalt des Standortes zu erstellen. Derzeit wird eine städtebauliche Lösung vorbereitet: Die Operette und die umliegenden Grundstücke sollen aufgewertet werden. Details sind derzeit leider noch nicht zu haben. Wir werden uns aber um eine Veröffentlichung bemühen, sobald offizielle Unterlagen zugänglich sind. Monatlicher Info-Brief Bereits im letzten Jahr hatte der Verein einen monatlichen Rundbrief o.ä. diskutiert. Vielleicht schaffen wir es ja 2005, diesen auch auf den Weg zu bringen? In jedem falle ist für den erhalt eine E-Mail-Adresse nötig. Darüber hinaus sollten ein Schaukasten und dessen regelmäßige Bestückung diskutiert werden. Mitmachen Außer einer Teilnahme/aktiven Mitarbeit an den zahlreichen Terminen ist derzeit aktuell: - Sperrmüllmarken spenden (Schwein im URBAN-Büro) - Acquise von Spenden, um das Haushaltsdefizit auszugleichen - Ideen für 2005 entwickeln und umsetzen - Mitarbeit beim monatlichen Infobrief - Klavierspiel und Buffet-Beiträge für die Lindenauer Nacht organisieren - Standbetreuung beim Stadtteilfest für 2 Stunden zusagen Termine 2005 (bisher) - Karl Heines Weg zum Meer, Sonntag, 29. Mai Wir fahren von Lindenau nach Hamburg! Und nicht nur 387 km auf der Autobahn, sondern 471,02 km über die bundesdeutschen Wasserstraßen.Wer´s nicht glaubt, kann an diesem Tag mitkommen: mit einem motorbetrieben Gummischlauchboot und Fahrrädern werden wir zunächst einmal bis Halle/Saale kommen. Weitere Etappen sind geplant. Und damit alle wissen, warum´s genau so viele Kilometer sind: 328,00 km Elbe (Mündung Saale, 295, bis Landungsbrücken St. Pauli, Stromkilometer 623) 120,80 km Saale (Kreypau-Mündung) 1,00 km fehlende Schleuse (Wüsteneutzsch – Saale/Kreypau) 7,70 km Elster-Saale-Kanal (ungeflutet, Schleuse/Teilstück fehlen) 11,30 km Elster-Saale-Kanal, geflutet 0,60 km Durchstich Lyoner Straße 1,00 km Lindenauer Hafen 0,62 km Durchstich unter Luisenbrücke (Lützner Straße) - Backfest Nachbarschaftsgärten Samstag, 25. Juni ab 9.00 Uhr Ein Haufen Holz, ein Sach Korn … und mittags sind es 12 Brote? Wir werden´s erleben! Vereinsmitglied Uwe Buckendahl gibt seine Backgeheimnisse preis und wir heizen den Lehmofen uaf den Nachbarschaftsgärten. Anmeldung bei Christina Weiß erforderlich! - Stadtteilfest Sonntag, 26. Juni, 11.00 bis 18.00 Uhr Wir nehmen mit einem Stand teil. Wer noch Lust hat, sich für einige Zeit auf den Markt zu stellen, möge sich bitte bald melden. Außerdem suchen wir noch jemanden, der ein Gesundheitszeugnis hat und für uns Zuckerwatte drehen kann. - Weltjugendtag Freitag, 12. August Wir sind Papst! Aber nicht seswegen, sondern wegen des weltweiten Jugendtreffens der Katholischen Kirche hat Leipzig vom 10. bis 15. August etwa 2.000 Jugendliche zu Gast, die sich ein bißchen in der Gegend umschauen. Wir werden am „Sozialen Tag“ eine Brachfäche mit einigen jungen Leuten gestalten. Quartiere werden auch noch gesucht, bitte bei der Liebfrauen-Gemeinde melden. - Leipziger Wasserfest, 19. bis 21. August - La gLOCALisation Samstag, 11. September Die Französische Sommeruni des Maison de la France hat bei uns einen Brachflächentag gebucht. Nach französischer Stadtteilführung durch Lindenau und Plagwitz werden wir einen weiteren Nachbarschaftsgarten im Umfeld der Josephstraße herrichten – durch spontane Besetzung und Herrichtung zum Paradiesgarten in 6,5 Stunden. Wir suchehn noch dringend Leute, die Französisch sprechen und in den einzelnen Gruppen mitwirken: Gartenarbeit, Verpflegung, Lehmskulpturen-Vernissage, Druckwerkstatt Eintrittskarten und Plakate. - Tag des Offenen Denkmals Sonntag, 12. September Rainer Müller plant eine Führung durch Lindenau zum diesjährigen Sonderthema „Krieg und Frieden“. Interessierte wenden sich bitte direkt an ihn unter Tel.: 480 72 07. 3. Kassenbericht 2004 Felix Rauschmayer verliest den seinen Bericht und den der Kassenprüfer. Das Jahr 2004 war von den beiden Baulagern geprägt. Diese stellten die Kassenführung vor einige Herausforderungen. Zum einen konnten die Baulager nur durch erhebliche Kredite und Einlagen von Christina Weiss und Felix Rauschmayer durchgeführt werden, da die zugesagte Urban-Förderung erst nachträglich, und das auch mit erheblichem zeitlichem Abstand, auf unser Konto kam. Der (zinslose) Kredit, der zum Jahreswechsel noch 8.100 € betrug, konnte inzwischen zum größten Teil zurückgezahlt werden. Zum anderen ließ der Umfang der Ausgaben unseren Vereinshaushalt in nicht erreichte Höhen wachsen (45.582,31 €). Dieser Umfang bedarf eigentlich einer mehr als nebenberuflichen Kassenführung. Christina Weiss rechnete weitgehend allein die Baulager ab (und musste dabei auch feststellen, dass eine Plastiktüte in einer Aldi-Rechnung nicht Urban-zuschussfähig war, also wieder herausgerechnet werden musste). Unsere Erfahrungen haben uns gelehrt, dass wir ein derart intensives Unterfangen nicht noch einmal nebenberuflich angehen würden. Der Kalender 2005 hat sich in 2004 nicht selbst finanziert (was auch nicht beabsichtigt war). Doch konnten aufgrund unzureichender Werbung nur erheblich weniger Exemplare verkauft werden als beabsichtigt, so dass die noch offenen Kredite 2005 nur durch außergewöhnliche (aber bislang jährlich eintreffende) Einnahmen (Auflagen oder Strafgelder) zurückgezahlt werden können. Eine andere unerfreuliche Tatsache war die Rückzahlung eines Teils der 2003-bezogenen Förderung der Stadt. Das Zusammentreffen unserer spontanen und flexiblen Vereinsarbeit mit den auf andere Bürgervereinsarbeit bezogenen Richtlinien der Stadt hatte leider diese unangenehme Folge. Wir hoffen, dass wir ab 2005 durch eine andere (die institutionelle) Förderung größeren Freiraum haben, sinnvolle Stadtteilarbeit finanziert zu bekommen. Dr. Felix Rauschmayer Zur Prüfung der Kassenbuchungen hat eine Kassenprüfung mit den auf den letzten Versammlung gewählten Kassenprüfern statt gefunden. Kassenprüfungsbericht zur Kasse 2004 des Lindenauer Stadtteilvereins e.V., geprüft am 13.3.05 von Sina Gebauer und Christian Kolo Wir haben die Kasse in Stichproben geprüft und haben folgende Anmerkungen: 1. Die Barkasse ist in Ordnung. 2. Einige Belege zu Kontoeinnahmen fehlen, sind aber nachvollziehbar. 3. Inhaltlich stimmen die Ausgaben mit dem Vereinszweck überein. 4. Ab 2006 sollen Kopien der vom Verein ausgestellten Rechnungen erstellt und der Kasse beigelegt werden. Die Kasse war aufgrund der auf die zahlreichen Aktivitäten nicht eingestellten Buchführung etwas unübersichtlich. Obwohl solche Aktivitäten in Zukunft nicht mehr angestrebt werden, wurden Empfehlungen für eine zukünftig übersichtlichere Kassenführung gegeben. Leipzig, den 13.3. 2005 gez. Sina Gebauer, Christian Kolo 4. Entlastung von Kasse und Vorstand Nach dem Kassenbericht werden die Kassenführung und die Kassenprüfer einstimmig entlastet. Der Vorstand wird sich bemühen, einen ausgeglichenen Haushalt bis zum Jahresende herzustellen. Der alte Vorstand wird außerdem entlastet mit 3 Enthaltungen und 5 Ja-Stimmen. 5. Vorstandswahl Zur Wahl als Vorstand stellen sich dieses Mal zur Verfügung Felix Rauschmayer, Rainer Müller, Christina Weiß und neu hinzukommend Marc Donath als weiterer Stellvertreter. Satzungsgemäß ist ein Vorstand von mindestens 3 Personen nötig, darüber hinaus sind auch mehr möglich (§ 7.1). Gewählt wird auf Antrag in Einzelabstimmung. Es entfallen dabei bei jeweils einer Enthaltung je 7 Ja-Stimmen auf die Kandidaten. Alle nehmen die Wahl an. Der Vorstand bestimmt Marc Donath zum neuen Kassenwart. Er wird im Laufe des Jahres von Felix Rauschmayer die Kassenführung für den Verein übernehmen. 6. Wahl der Kassenprüfer 2006 Um Fälle wie den vorliegenden zu vermeiden, bei denen ein Kassenprüfer durch Umzug ausfällt, wird dieses Mal folgender Modus beschlossen: Es werden drei Kassenprüfer gewählt, von denen mindestens 2 die Prüfung vorzunehmen haben. Für die Kassenprüfungen der nächsten beiden Jahre werden einstimmig gewählt Grit Schwarz, Christian Kolo und Sina Gebauer. 7. Satzungsänderung Gestrichen werden sollte auf Antrag des Vorstands der Passus, der eine Aufwandsentschädigung für Vereinsarbeit durch Mitglieder ausschließt. Begründung: Im letzten Jahr haben sich durch die drei großen URBAN-Projekte Aktivitäten ergeben, die allein im ehrenamtlichen Rahmen kaum durchführbar sind. Bei bezuschussten Projekten mit entsprechend bedeutender Zielstellung und Finanzausstattung ist eine Aufwandsentschädi-gung o.ä. für den teilweise immensen Zeiteinsatz möglich und vor allem angemessen. Gleiches gilt auch für die demnächst zu erwartenden 1€-Jobber. Diese werden Vereinsmitglieder, um über die Haftpflichtversicherung und die Meldung zur gesetzlichen Unfallversicherung mit der Vereinsversicherung bei der Thuringia mitversichert zu sein. Alle 1€-Jobber erhalten aber monatlich 100 € Aufwandsentschädigung von der Agentur für Arbeit, die über den Verein gebucht werden. Die vorgeschlagene Satzungsänderung wird einstimmig beschlossen. Der Passus „Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins“ (§ 1.3) entfällt damit. Nunmer lautet der Satzungstext im entsprechenden Abschnitt Artikel 1- Vereinssitz, Gerichtsstand und Gemeinnützigkeit (3) Der “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenverordnung. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Keine Person darf durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen oder Ausgaben begünstigt werden, die dem Zweck des Vereins fremd sind. Mitglieder haben bei ihrem Ausscheiden, bei der Auflösung oder beim Wegfall des Zwecks des Vereins keine vermögensrechtlichen Ansprüche gegenüber dem Verein. Der komplette Satzungstext befindet sich im Anhang an dieses Protokoll. 8. Sonstiges Aufgrund der vorgerückten Stunde fällt wohl niemandem mehr etwas ein. Die Versammlungsleitung bedankt sich bei allen Aktiven und Mitgliedern, die gekommen sind. Protokoll: Christina Weiß 1. Satzungsänderung, beschlossen auf der Mitgliederversammlung vom 7.4.2005 – gestrichen wurde der Passus § 1.3 „Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.“ Begründung: Im Jahr 2004 haben sich durch die drei großen URBAN-Projekte Aktivitäten ergeben, die allein im ehrenamtlichen Rahmen kaum durchführbar waren. Bei bezuschussten Projekten mit entsprechend bedeutender Zielstellung und Finanzausstattung ist eine Aufwandsentschädi-gung o.ä. für den teilweise immensen Zeiteinsatz möglich und vor allem angemessen. Gleiches galt auch für die zu erwartenden 1€-Jobber. Diese sollten Vereinsmitglieder werden, um über die Haftpflichtversicherung und die Meldung zur gesetzlichen Unfallversicherung mit der Vereinsversicherung bei der Thuringia mitversichert zu sein. Alle 1€-Jobber erhalten monatlich 100 € Aufwandsentschädigung von der Agentur für Arbeit, die aber über den Verein gebucht werden. Die vorgeschlagene Satzungsänderung wurde einstimmig beschlossen. “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” Satzung Artikel 1- Vereinssitz, Gerichtsstand und Gemeinnützigkeit (1) Der “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” ist eine parteiunabhängige Vereinigung von Bürgerinnen und Bürgern, die sich durch Wort, Schrift und Tat in der Stadtteilarbeit in den Ortsteilen Alt-Lindenau, Lindenau und Neu-Lindenau engagieren wollen. (2) Sitz und Gerichtsstand des “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” sind Leipzig, Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. (3) Der “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenverordnung. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Keine Person darf durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen oder Ausgaben begünstigt werden, die dem Zweck des Vereins fremd sind. Mitglieder haben bei ihrem Ausscheiden, bei der Auflösung oder beim Wegfall des Zwecks des Vereins keine vermögensrechtlichen Ansprüche gegenüber dem Verein. Artikel 2 - Zweck und Arbeitsweise (1) Der “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” und seine Mitglieder wollen das öffentliche Leben im Stadtteil mitgestalten und Bemühungen zur Sicherung und Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in Lindenau unterstützen. Hierzu soll das historische Erbe des Stadtteils wieder verstärkt in das Bewußtsein der zuständigen städtischen Stellen und der Lindenauerinnen und Lindenauer gebracht werden. Der “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” will außerdem Anlaufstelle sein für alle Initiativen und gestalterischen Kräfte im Stadtteil, die sich ebenfalls diese Ziele gesetzt haben. Bei seiner Arbeit will sich der “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” besonders für die Belange von Familien, Kindern und Jugendlichen in Lindenau einsetzen und vermehrt ältere Lindenauerinnen und Lindenauer in die Stadtteilarbeit miteinbeziehen. (2) Der Verein arbeitet in einzelnen Projekt- und Arbeitsgruppen, in denen jedes Vereinsmitglied mitarbeiten kann. Artikel 3 - Mitgliedschaft (1) Mitglied des “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” können Bürgerinnen und Bürger werden, die sich fördernd für die Aufgaben und Ziele des Vereins einsetzen möchten und die die Satzung in bestehender Form akzeptieren. Vereinsmitglieder oder sonstige Persönlichkeiten können zu Ehrenmitgliedern ernannt werden, wenn sie sich um die Förderung der Bestrebungen des Vereins besondere Verdienste erworben haben. Ehrenmitglieder haben die Rechte der ordentlichen Mitglieder, sind aber von Beitragszahlungen befreit. Über die Aufnahme und Ernennung von Ehrenmitgliedern entscheidet der Vorstand. (2) Aufnahmeanträge sind an den Vorstand zu richten, der mit einfacher Mehrheit über die Aufnahme entscheidet. Gegen einen Ablehnungsbescheid kann innerhalb von vierzehn Tagen nach Zugang des Bescheides schriftlich Beschwerde eingelegt werden. Über die Beschwerde entscheidet die nächste Mitgliederversammlung mit Mehrheit der abgegebenen Stimmen. (3) Der Mitgliedsbeitrag sowie dessen Fälligkeit und Höhe wird durch die Mitgliederversammlung festgesetzt. (4) Die Mitgliedschaft endet durch Tod, eine an den Vorstand gerichtete, schriftliche Austrittserklärung oder durch Ausschluß. Außerdem kann ein Mitglied von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger Mahnung mit der Beitragszahlung im Rückstand ist. Die Streichung ist dem Mitglied mitzuteilen. Ein Mitglied kann durch Beschluß des Vorstandes mit einfacher Mehrheit ausgeschlossen werden, wenn es gegen die Vereinsinteressen gröblich verstoßen hat. Vor der Beschlußfassung ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zu geben, sich vor dem Vorstand persönlich oder schriftlich zu rechtfertigen. Ein Beschluß über den Ausschluß ist mit Gründen zu versehen und dem Mitglied bekanntzumachen. Gegen den Ausschließungsbeschluß kann das Mitglied innerhalb eines Monats nach Zugang des Beschlusses schriftlich Berufung einlegen. Diese ist an den Vorstand zu richten, der innerhalb von zwei Monaten die Mitgliederversammlung zur Entscheidung über die Berufung lädt. Geschieht dies nicht, gilt der Ausschließungsbeschluß als nicht erlassen. Macht das Mitglied von seinem Berufungsrecht keinen Gebrauch oder versäumt es die angegebene Frist, so akzeptiert es den Ausschließungsbeschluß und die Mitgliedschaft gilt als beendet. Artikel 4 - Mitarbeit Jedes Mitglied hat das Recht, aktiv an der Arbeit des “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” teilzunehmen, seine Vorschläge und Hinweise in der Mitgliederversammlung oder gegenüber dem Vorstand vorzutragen und in den Arbeits-/Projektgruppen mitzuarbeiten. Darüber hinaus können auch Nicht-Mitglieder in den Arbeitsgruppen mitarbeiten. Artikel 5 - Vereinsorgane Die Vereinsorgane sind: a. die Mitgliederversammlung b. der Vorstand Artikel 6 - Mitgliederversammlung (1) Die Mitgliederversammlung besteht aus den Vereinsmitgliedern. (2) Mitgliederversammlungen werden mindestens einmal jährlich durch den Vorstand mit einer Frist von vierzehn Tagen unter Angabe der Tagesordnung schriftlich einberufen. Jedes Mitglied kann bis zum fünften Tag vor der Mitgliederversammlung Anträge zur Tagesordnung stellen. In dringenden Fällen oder wenn ein Drittel der Mitglieder dies schriftlich verlangt, beruft der Vorstand eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlußfähig. (3) Jedes Mitglied hat eine Stimme, es kann sich durch schriftliche Vollmacht durch ein anderes Mitglied vertreten lassen. (4) Ein Vorstandsmitglied leitet die Versammlung. (5) Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefaßt. Beschlüsse über Satzungsänderung und Auflösung des Vereins bedürfen einer Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Beschlüsse werden durch Gegenzeichnung der/des Vorsitzenden oder einer Stellvertreterin/eines Stellvertreters rechtskräftig. (6) Satzungsänderungen oder die Auflösung des Vereins können nur Tagesordnungspunkte einer ordentlichen Mitgliederversammlung sein, wenn diese Belange auf der Einladung zur Versammlung nach Artikel 6 (2) standen. (7) Die Mitgliederversammlung beschließt über a. den vorgeschlagenen Haushalt, b. die Entgegennahme des Jahresberichts und der Jahresrechnung, c. die Entlastung des Vorstandes und d. die Wahl der Kassenprüferinnen/Kassenprüfer. Artikel 7 - Vereinsvorstand (1) Der Vorstand besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Die Vorstandsmitglieder (Vorsitzende/Vorsitzender und Stellvertreterinnen/Stellvertreter) werden von den Mitgliedern für die Dauer von einem Jahr in offener, nur auf Antrag in geheimer Abstimmung direkt gewählt. Der gewählte Vorstand bestimmt aus seiner Mitte eine Schatzmeisterin/einen Schatzmeister. Eine Wiederwahl ist möglich. Jedes Mitglied kann Wahlvorschläge einbringen. Der alte Vorstand bleibt jeweils bis zur Wahl eines neuen im Amt. (2) Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt. (3) Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsperiode aus, so wählt der Vorstand ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des/der Ausgeschiedenen, wenn - durch das Ausscheiden der Vorstand nicht mehr aus mindestens drei Personen besteht - dies aus arbeitstechnischen Gründen erforderlich ist. (4) Der Vorstand faßt Beschlüsse in Vorstandssitzungen, welche von der/vom Vorsitzenden oder einer/einem ihrer/seiner Stellvertreterinnen/Stellvertreter schriftlich oder mündlich einberufen werden. Beschlüsse des Vorstandes sind wirksam, wenn mindestens zwei Mitglieder des Vorstandes daran mitgewirkt haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Leiterin/der Leiter der Versammlung. (5) Die/der Vorsitzende und ihre/seine Stellvertreterinnen/Stellvertreter vertreten den Verein im Rechtsverkehr. Sie sind dabei jeweils einzelvertretungsberechtigt und an die Satzung sowie Beschlüsse des Vorstandes und der Mitgliederversammlung gebunden. Artikel 8 - Finanzen (1) Die Arbeit im “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” erfolgt ehrenamtlich. Eine finanzielle Basis für die laufenden Geschäfte wird durch Spenden, Beiträge und Fördergelder geschaffen. Spendenlisten sind offen zu legen. (2) Vereinsmittel werden grundsätzlich nur nach Artikel 1 der Satzung verwendet. (3) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vereinsvermögen an die Leipziger Agenda 21 oder eine Körperschaft des öffentlichen Rechts zwecks Förderung von Quartiersmanagement/Stadtteilarbeit in einem Leipziger Stadtteil. Artikel 9 - Auflösung (1) Der “Lindenauer Stadtteilverein e. V.” kann sich durch Beschluß der Mitgliederversammlung gemäß Artikel 6 (6) auflösen. Für diesen Beschluß ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Diese Fassung der Vereinssatzung wurde auf der Mitgliederversammlung vom 17.1.2001 beschlossen. Geändert in der Vereinsversammlung am 7. April 2005. Leipzig, den 7. April 2005 Christina Weiß, Vereinsvorsitzende