2. Verkehrsforum Lindenau 25.10.2001 - Ortseingang Altlindenau Verlaufsprotokoll A. Ideensammlung B. Diskussion C. Arbeitsaufträge D. Anhang: Anwesenheitsliste, Stadtteilpaß Altlindenau Nach Begrüßung und Vorstellung des Diskussionsthemas durch Frau Weiß übernimmt Herr Mothes die Moderation der Runde. Herr Mothes faßt kurz die Ergebnisse des ersten Forums zusammen, bei dem Ideen bezüglich der Entwicklung Lindenaus gesammelt und die Form der Zusammenarbeit konkretisiert wurden. Es sei einhellige Meinung gewesen, daß Lindenau großes Entwicklungspotenzial besitze, da es vom Grün umschlossen sei. Zudem wurde Einigkeit dahingehend erzielt, daß der Ortseingang Lindenaus als Aushängeschild des Stadtteils gestalterische Aufwertung erfahren und es zu einer Entscheidung darüber kommen müsse, welche Nutzungszuweisungen bestimmte öffentliche Flächen erhalten sollen. A. Ideensammlung Herr Mothes forderte nach der Vorstellung alle Anwesenden auf, Ideen hinsichtlich der Gestaltung des Eingangsbereiches von Lindenau zu formulieren. Ziel des heutigen Forums sei es, auf ein konsensfähiges Konzept bezüglich der Ausgestaltung hinzuarbeiten. Herr Müller * Es müsse ein Zugang zum Park/Palmengarten geschaffen werden. Momentan sei das Überqueren einer vierspurigen Straße erforderlich, dies sei für Fußgänger gefährlich. * Der Verlauf der Luppe müsse kenntlich und begehbar gemacht werden. * Auf Lindenau müsse durch ein Ortsschild (bspw. an der südlichen Luppebrücke) hingewiesen werden. Herr Reinhold * Der Vorplatz der Kleinmesse müsse ausgestaltet werden. * Bau eines Fußwegs von der Angerstraße zum Meßplatz. Herr Pfützenreuter * Nord-Lindenau/nördliche Kleinmesse müsse zum Auwald angebunden werden (nördl. Durchgang) Frau Reichstein * Die Haltestelle/Vorplatz Straßenbahnhof Angerbrücke bedürfe dringend der gestalterischen Aufwertung, durch Wiederherstellung des Alleecharakters * unsanierte Gebäude sollen hergerichtet werden * Die Bebauung Luppenstraße müsse als Lärmschutz zur Lützner Str. abgegrenzt werden. * Begrünung der Dreilindenstr. und Schaffen eines Zugangs zum Palmengarten Frau Weiß * Umwidmung der Häuser gegenüber dem Straßenbahnhof zur Jugendherberge * Über die Kuhturmstr. müsse der Lindenauer Markt auch über einen Radweg zu erreichen sein. Herr Prof. Scherzer-Heidenberger * "Verkehr" sei ein wichtiges Thema. These: Vorteil von Lindenau-Mitte sei es, daß der Verkehr außen herumfährt und herum fahren kann. Es gebe keinen Grund für Durchgangsverkehr „im Ort“ selbst. (Schleichverkehr) * Der Gestaltwechsel am Ortseingang muß mit weiteren Maßnahmen verdeutlicht werden, insb. Verengung der Kuhturmstr. Es muß kenntlich gemacht werden, daß im Falle des Geradeausfahrens die Hauptverkehrsstraße verlassen und ein Ortskern erreicht werde. Herr Kafka * Der Bereich Luppenstr./Zschochersche Str. müsse aufgewertet werden, da es sich um den Eingang zum Ortskern handele. * Der Bereich Dreilindenstr./Kuhturmstr. müsse gestaltet werden Herr Dr. Leistner * Schwerpunkt sollte gelegt werden auf die Verkehrslenkung. Die Mischung von Wohnen und Versorgung müsse erhalten bleiben, man könne den Verkehr nicht aus dem Zentrum verbannen. Zur Gewährleistung der Versorgungsfunktion müsse der Lindenauer Markt mit dem Kfz erreichbar sein. * Lindenauer Markt und Roßmarkt müssen als Einheit betrachtet werden; die Planung und Gestaltung habe dies zu berücksichtigen Herr Zimmermann * Am Ortseingang sowie an der Kreuzung Zschochersche/Lützner Str. könnte das Lindenauer Wappen aufgehängt werden. * Die Kutschbachhäuser wiesen schlimme Fassaden auf; hier müsse etwas getan werden (Frau Reichstein weist hier darauf hin, daß die Häuser in keinem Sanierungsgebiet liegen) * Der Ortsteil müsse für jüngere, zahlungskräftige Menschen attraktiv gemacht werden, dies komme dem Einzelhandel und damit dem gesamten Ortsteil zugute. * Forderung Sperrung für den Durchgangsverkehr * Vorstellung des Projekts an der Kuhturmstraße (Gewerbe+Wohnen) Herr Leichter * Gestaltung des Platzes an der Henricistraße Herr Seidel * Schaffen eines Ortes für den ruhenden Verkehr; sowohl Besucher der Musikalischen Komödie (MuKo) als auch Anwohner benötigen (mehr) Parkplätze. Ideal sei nördliche Luppenstraße; evtl. Bau einer Quartiersgarage Herr Dr. Dietze * Betont, daß Wohnen und Gewerbe eine Funktionseinheit bilden müssen * Die Überalterung der Bevölkerung sei zu vermeiden * Errichtung einer Fußgängerbrücke vom Altersheim „Abendsonne“ zum Palmengarten * Aufwertung Kreuzung Zschochersche/Lützner durch Begrünung * Schaffen eines Durchgangs zum Palmengarten am Ende der Dreilindenstraße * Verlegung des Caravanverkauf an der Lützner Str., auf eine dahinter liegende Gewerbe-Brachfläche (ist bereits beschlossen) Herr Glossat * Auf der Lützner Str. seien bereits Radwege geplant. * Der Radweg von der Jahnallee in Richtung Merseburger Str. müsse verlängert werden. Herr Stockklauser * Vorschlag der Verteilung des Verkehrs auf mehrere Straßen * Mahnt eine Lösung für das Problem, wonach Erich-Köhn-Str. als Schleichweg zur Merseburger Str. mißbraucht werde, an Herr Mothes * Jahnallee müsse querbar gemacht werden am Bereich des Elsterflutbeckens/Cottaweg * Straßenbild insb. im Bereich Lützner/Merseburger Str. müsse aufgewertet werden. Anschließend präsentiert der Lindenauer Stadtteilverein seine Standpunkte * Der Zugang Lindenaus zu den Auwäldern sei mangelhaft. * Am Eingangsbereich müsse ein deutlicher Übergang zu Lindenau ausgebildet werden, bspw. durch Bau einer Brücke über das wiederbelebte Kuhburger Wasser - ähnlich Tauchnitzbrücke - oder eines Kreisverkehrs. * Es gebe zu viel Schleichverkehr, insb. über die Angerstr./Erich-Köhn-Str. sowie Kuhturmstr.; der Verkehr müsse auf der B87 gebündelt werden; Fernverkehr habe in den Wohngebieten nichts zu suchen; die Autofahrer müssen motiviert werden, über die B87 zu fahren. * Wohnstraßen und Durchgangsstraßen müssen funktional und gestalterisch getrennt werden * Straßenbahnhof Angerbrücke ist ein Umsteigepunkt; viele Menschen halten sich dort auf. Die Haltestelle müsse ästhetisch aufgewertet werden, es bedarf weiterer Dächer, sie muß sich auch optisch von kleineren Haltestellen abheben. Die Bahnsteige müssen angehoben werden, der Ort muß heller und sicherer gemacht werden * Mehr Radwege * Die Luppe muß "erlebbar" werden, es müssen Zugangsmöglichkeiten geschaffen werden. * An der Lützner Straße bricht Lindenau in zwei Teile auseinander. Durch gestalterische Elemente müssen die Teile wieder zu einer Einheit zusammengeführt werden. * Die Jahnallee müsse querbar werden. Umbau der gesonderten Gleistrasse zum Rasengleis. * Sichtbarmachen des Kuhburger Wassers als Beitrag zur Wasserstadt Leipzig. B. Diskussion Herr Mothes faßt die skizzierten Vorschläge dahingehend zusammen, daß vier Diskussionsschwerpunkte zu erörtern sind: 1. Gestaltung des Ortsauftaktes 2. Schlagen grüner Brücken in die Auwälder bzw. zum Palmengarten 3. Nutzungzuweisung öffentlicher Raum 4. Aufwertung der Bausubstanz Ortseingang Nach Auskunft von Herrn Seidel gibt es eine Konzeption für schwarz-weiße Ortsteil-Schilder, die sehr schlicht (preiswert) gehalten seien. Derzeit werde die Finanzierung konkretisiert. Die Ergänzung des Schildes mit einem Ortswappen sei allerdings nicht vorgesehen. Herr Seidel zeigt sich zuversichtlich, daß eine Lösung gefunden werden wird. Die Runde ist einhellig der Auffassung, daß die Anbringung des Wappens sinnvoll und wünschenswert ist. Herr Schulze vom Ordnungsamt sei für die Anbringung/Zulassung des gesonderten Schildes zuständig. Vorgeschlagen wird die Nachbildung des Wappens in Form eines Blumenbeetes. Herr Zimmermann regt an, das Beet an der Kreuzung Zschochersche/Lützner einzurichten. Dort könne ein Hügel aufgeschüttet werden. Herr Zimmermann schlägt vor, die Pflege des Beetes durch Schulpatenschaften zu gewährleisten. Als Anbringungsort für das Wappen böte sich ferner eine ungenutzte Giebelwand an. Die Bürger Lindenaus sollten bei der Gestaltung beteiligt werden. Es sei schließlich zu überlegen, anstelle des Wappens ein typisches Symbol Lindenaus (Luppe in Wellenform, Kirche, MuKo usw) auf das Schild anzubringen. Auf Nachfrage erläutert Herr Stein, daß bei der Stadt Leipzig, insb. beim Tiefbauamt Konzepte für ortstypische Gestaltungen nicht vorhanden sind. Der Vorschlag des Stadtteilvereins, entlang der Lützner Str. die Wiederherstellung des Kuhburger Wassers zu betreiben, sei wohl nicht zu realisieren. Es wird vorgeschlagen, das alte Bachbett zum Zwecke der Erinnerung symbolisch anzudeuten, beispielsweise durch einen mit Kies befüllten Graben. Es wird darauf hingewiesen, daß der gegenwärtig vorhandene Baumbestand bestehen bleiben müsse, da er als Lärmschutz für die Wohnungen im Bereich Luppestr. dient. Die Runde ist sich einig, daß an der Stelle mehr für das historische Bewußtsein und die Ortstypik Lindenaus getan werden muß. Frau Reichstein ist der Meinung, daß vorrangig die schlechte Bausubstanz und die heruntergekommenen Fassaden der Häuser an der Lützner Str. wieder hergestellt werden müssen. Die Lützner Str. werde von Ortsfremden befahren, die Lindenau aufgrund der an dieser Straße gewonnenen Eindrücke definieren. Die Stadt werde über den Beraterarchitekten mit den Eigentümern Kontakt aufnehmen. Diesen müsse bewußt gemacht werden, daß an dieser Stelle Änderungsbedarf bestehe. Frau Reichstein weist ferner darauf hin, daß bei allem Sanierungs- und Planungsbedarf nicht vergessen werden dürfe, daß über das Eigentum Dritter nicht verfügt werden kann. Die Eigentümer seien mit einzubeziehen. Dies gelte auch für die Eigentümer der Häuser im Bereich der Luppestr. Das Gebiet Luppenstr. und das Grün an der Lützner Str. dürfe nicht getrennt betrachtet werden. Vor allem dürfe nicht alles einfach zugegrünt werden. Die Eigentümer in der Luppenstr. müssen ebenfalls kontaktiert und darauf hingewiesen werden, daß Änderungsbedarf bestehe. Wie sich die Eigentümer dann entscheiden, sei deren Sache; manche werden sich zur Sanierung und manche zum Abriß entschließen. Als Fazit wird festgehalten, daß hier zwar Diskussionsbedarf besteht, die Zeit aber nicht drängt. Jeder wird aufgerufen, sich Gedanken zu machen und diese in einer der nächsten Sitzungen zu präsentieren. Frau Reichstein nennt hinsichtlich des Themas "Ortseingang" den Bereich Jahnallee/Lützner Str. als den, den es vorrangig umzugestalten gelte, da hier der Verkehr geballt auf Lindenau zurollt. Sie bemerkt, daß die Fa. Reifen Rinder die alte Gastankstelle verlassen habe; die Tankstelle werde entfernt. Als problematisch wird betrachtet, wer, wann und wie die konkrete Planung durchführt. Es wird allgemein vertreten, daß dies in jedem Falle unter Beteiligung der Lindenauer Bürger geschehen müsse. Herr Scherzer-Heidenberger betont nochmals, daß allein das Aufstellen eines Ortschildes kein wirkliches Bewußtsein dafür hervorruft, daß an dieser Stelle ein neuer Ortsteil beginnt. Dies müsse durch gestalterische Elemente hervorgehoben werden. Er regt die Verengung der Kuhturmstraße hinter der Abbiegung in die Lützner Str. an. Der Autofahrer müsse das Gefühl haben, vom Flur ins Wohnzimmer zu gelangen. Herr Stein bemerkt, daß innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Umgestaltung des Bereichs Kuhturmstr./Straßenbahnhof Angerbrücke nicht realisiert werden wird. Was die Jahnallee betrifft, ist er der Auffassung, daß die Gleise ohnehin irgendwann erneuert werden müßten. Er spricht sich ebenfalls für eine Grasbepflanzung der neu zu bauenden Trasse aus. Der Umbau der Trasse stehe frühestens im Jahre 2004/5 an. Was die Planung des Ortseingangs, dh. Kreuzung Jahnallee/Lützner Str. angeht, müsse folgender Ablauf zwingend eingehalten werden: Das Tiefbauamt erarbeitet einen ersten Entwurf. Dieser wird dann zur Diskussion gestellt. Auf Nachfrage erklärt Frau Reichstein, daß das Stadtplanungsamt keine Bedenken dagegen hat, die Jahnallee als Allee fortzuführen und hinter dem Ortseingang - stufenweise - zu verengen. Hinsichtlich des Ausbaus und der Neugestaltung der Straßenbahnhaltestelle Angerbrücke weist Herr Stein darauf hin, daß die Stadt vertraglich an die Fa. Decaux gebunden sei und deren Vorstellungen bei einer Neugestaltung Beachtung finden müssen. Als Fazit wird festgehalten, daß hinter dem Ortseingang (Kuhturmstr.) weniger Autoverkehr fließen müsse sowie Radwege und Verengungen zu bauen sind. Die Haltestelle ist als Umsteigeknoten zu markieren und zu gestalten. Details müssen später erarbeitet werden. Anbindung Palmengarten - geplant ist bezüglich der Dreilinden- und Angerstr. diese als Planungseinheit zu behandeln. Die Dreilindenstr. werde zur Tempo 30 Zone. Herr Zimmermann ist der Ansicht, es bedürfe vorrangig einer Brücke vom Cottaweg ins Grüne. Auch müsse der Palmengarten mit der Aue verbunden werden. Ein Übergang von der Dreilindenstr. zum Palmengarten sei überflüssig, wenn erst die Jahnallee begrünt ist und überquert werden kann. Herr Glossat ist dagegen der Auffassung, daß ein Übergang von der Dreilindenstr. über den vorhandenen Trampelpfad zum Palmengarten eine Aufwertung darstelle. Allerdings sei an der Stelle eine Querung der Lützner Str. verkehrstechnisch problematisch, da sie sich in der Kurve befinden würde. Es müsse den Fußgängern schließlich auch ermöglicht werden, die Fahrbahn an dieser Stelle gefahrlos zu kreuzen. Herr Besier meint, der stadteinwärts führende Radweg auf der Lützner Str. müsse von der Kreuzung Zschochersche Str. bis zum Parkeingang zu einem Zwei-Richtungs-Radweg ausgebaut werden. Zusammenfassend wird festgehalten: Es ist wünschenswert, den Zugang zum Palmengarten über die Dreilindenstr. mittels einer Überquerung über die Lützner Str. zu erleichtern. Ein Weg sei eigentlich vorhanden, problematisch sei jedoch der Bereich Zschochersche/Lützner Straße, da die Spaziergänger an der lauten Straße entlanglaufen müssen. Zudem ist der Weg - aus Richtung Dreilindenstr. kommend - umständlich, dh. nicht der kürzeste. Eine kurzfristige Verbesserung könne erzielt werden, indem der vorhandene Radweg zum Park in zwei Richtungen befahrbar gemacht werde. Das Planungsbüro Mothes erhält von Herrn Stein den Auftrag, bezüglich der Anbindung Dreilindenstr./Palmengarten konkrete Vorschläge zu erarbeiten. Anbindung im Norden an Elsterflutbecken/Verlängerung der Roßmarktstraße Als problematisch erweist sich die neue Wendeschleife der LVB - Verlängerung der Erich-Köhn-Str., evtl. Verlängerung der Wasserstr.: Problematisch ist hier die Notwendigkeit, den Festplatz zu überqueren. Eine Lösungsmöglichkeit besteht darin, das Festplatzgelände zu umgehen bzw. zu umplanen. Es gibt allerdings ein Tor, welches den Zugang zum Gelände regelt. Das Betreten des Geländes müsse vom Marktamt genehmigt werden. Hier müsse an das Markamt herangetreten werden, um die Öffnung des Geländes für Spaziergänger zu bewirken. Die Überquerung sei dann - außerhalb der Kleinmesse oder ähnlicher Veranstaltungen - jederzeit möglich. Herr Stein schlägt vor, daß die zuständigen Planungsämter - aber auch der Stadtteilverein - an das Marktamt herantreten sollen. Hiermit sind alle einverstanden. Es wird allgemein festgestellt, daß der Cottaweg nur einen unzureichenden Zugang zum Auwald herstellt, weil die Jahnallee an der Stelle nicht zum Palmengarten überquert werden kann. Ferner wird einhellig die Auffassung vertreten, daß zwischen Karl-Heine-Str. und Lützner Str. ebenfalls ein hinreichender Zugang zum Palmengarten fehlt. Derzeit gebe es nur einen Weg, der über das Gelände des Pädagogischen Instituts führt. Es handelt sich aber um einen Privatweg, der nicht immer geöffnet ist. Herr Glossat übernimmt die Aufgabe, beim Pädagogischen Institut abzuklären, ob der Weg der Öffentlichkeit gewidmet werden könnte bzw. welche Voraussetzungen geschaffen werden müßten. Die anwesenden Händler der IG-Lindenauer Markt betonen erneut, daß eine motorisierte Erreichbarkeit des Marktes gewährleistet sein muß. Herr Scherzer-Heidenberger wiederholt, daß der Durchgangsverkehr aus dem Ortskern herausgehalten werden müsse. Herr Stein weist darauf hin, daß am Ortseingang eine Ampel mit neuen Ampelphasen eingerichtet werde. Die Links-Abbieger und die Gerade-Aus-Spur seien getrennt schaltbar. Die Links-Abbieger hätten längere Grün-Phasen. Auf diese Weise wird der Verkehr auf sinnvolle Weise vom Ortskern ferngehalten bzw. der Schleichverkehr vermindert. Alle Anwesenden zeigen sich hierüber erstaunt; einem LVZ-Artikel (Autor: Herr Tappert) hätte man abweichende Informationen entnommen. Herr Tappert sei offensichtlich falsch unterrichtet gewesen. Gleichzeitig wird aber betont, daß der Filter auch funktionieren müsse. Dies sei zu beobachten. Herr Besier vom Stadtteilverein betont, daß er einem Ausbau der Erich-Köhn-Str. nicht grundsätzlich ablehnend gegenüberstehe. Es müsse allerdings verhindert werden, daß sich der abfließende Verkehr von dem Parkplatz Kleinmesse im Anschluß an Großveranstaltungen über die Erich-Köhn-Str. durch das Wohngebiet ergieße. Es wird der Wunsch geäußert, den Parkplatz an den Cottaweg anzuschließen und jeglichen Verkehr aus der Erich-Köhn-Str. fernzuhalten. Nach Mitteilung von Herrn Stein fahren über die Angerstr. ca. 10.000 Autos. Der Stadtteilverein ist der Auffassung, daß es sich hierbei zum überwiegenden Teil um Durchgangsverkehr handele. Dem widerspricht Herr Stein. Der Großteil der Autofahrer würde in das Wohngebiet W.-Zipperer Str. fahren, welches eine nicht unerhebliche Menge an Menschen beherberge; es handele sich mithin nicht um Schleichverkehr. Als problematisch stellt sich die Finanzierung des Ausbaus der Erich-Köhn-Str. bis zum Parkplatz heraus. Nach Mitteilung von Herrn Stein gestattet das Gemeindeverkehrsfinan-zierungsgesetz keine Finanzierung für die Anbindung von Parkplätzen an Hauptverkehrs-straßen. Die Erich-Köhn-Str. müsse daher als Hauptverkehrs- bzw. Durchgangsstraße geplant und gebaut werden. Dies wird vom Stadtteilverein jedoch mit Verweis auf den Durchgangsverkehr abgelehnt. Der Stadtteilverein betont nochmals, daß ein Ausbau weder erforderlich noch erwünscht ist; bevorzugt werde im Grunde eine vollständige Sperrung für den Verkehr, da nicht auszuschließen ist, daß sich Schleichverkehr den Weg durch das Wohngebiet bahnt. Als Ergebnis wird festgehalten, daß in diesem Punkt die Ansichten der Stadt Leipzig und des Stadtteilvereins divergieren. Der Dissens zwischen der Stadt und dem Verein wird aber als nicht sehr gravierend beurteilt, da der Ausbau der Erich-Köhn-Str. nicht unmittelbar bevorsteht, im Gegenteil: Ein Beginn der Arbeiten ist nicht abzusehen. An diesem Punkt wurde die Diskussion aufgrund der fortgeschritten Zeit beendet. Es besteht Einigkeit, daß das Thema Erich-Köhn-Str. nach weiterer, detaillierterer Vorbereitung in einem gesonderten Forum diskutiert werden sollte. Weitere Foren: Als neue Diskussionsthemen werden vorgeschlagen * Platz vor der Kirche/Roßmarktstraße * Gestaltung Merseburger/Lützner Str. (Nach Auskunft von Herrn Stein gibt es bereits eine Planung für die Haltestellengestaltung vor dem Kaufhaus Held) * Schleichverkehr Cranachstr. Als Thema des nächsten Forums soll behandelt werden Das Herz von Lindenau (Merseburger/Lützner Str) Als möglicher Zeitpunkt für ein weiteres Forum wird die zweite Hälfte des Januar 2002 ins Auge gefaßt. C. Arbeitsaufträge Übernommen wurden folgende Aufgaben/Recherchen: Fritjof Mothes wird von Herrn Stein mit einer Analyse des Radwegs südlich der Lützner Straße (Höhe Kleine Luppe) beauftragt. Herr Pfützenreuter klärt die Eigentumsverhältnisse (Talsperrenamt ?) für das Flurstück 2/1 (am Wehr/Lützner Straße - Durchgang von Luppenstraße zur Lützner Straße möglich ?) sowie eine mögliche Begehbarkeit von Wehr und Luppe (Stege) im Verlauf bis mindestens zum KAOS-Gelände. Alle anwesenden Vertreter/innen der Ämter sowie der Lindenauer Stadtteilverein e.V. versuchen über Marktamt und/oder Bauauschuß Möglichkeiten für eine Begehbarkeit des Kleinmessegeländes am Cottaweg zu klären (zwecks Querung vom Wohngebiet/Anbindung an Grün). Herr Gloßat kümmert sich um Informationen zu einem möglichen Palmengartenzugang von der Erich-Zeigner-Allee aus (Unigelände oder zusätzliche Luppenbrücke ?). Frau Reichstein bringt über das Tiefbauamt in Erfahrung, wann/ob eine Erneuerung der Luppen-Brücke über die Lützner Straße ansteht. Protokoll: Oliver Derkorn, Lindenauer Stadtteilverein e.V.