Liegenschaften der 3 Lindenauer Ortsteile finden Sie hier

Häuserliste

Queckstraße 2

04177 Leipzig-Lindenau

einst

das ehemalige Armenhaus Queckstraße 2
Erziehungs- und Pflegeanstalt Leipzig-Lindenau
Anstalt für Altersversorgte, Schwachsinnige, Erziehungsmädchen, Säuglinge, Wöchnerinnen und Lehrbuben
städtische Speiseanstalt

später:
Januar 1991
das erste "Obdachlosenhaus" Ostdeutschlands (48 Betten)
1991 in Leipzig: 30 000 Wohnungen sind unbewohnbar

Quellen/Literatur:
Tegeler, Hedwig:
Soziale Kriegs- und Friedens-Fürsorge in der Stadt Leipzig 1915, Verlag Nationaler Frauendienst Leipzig 1915, XIV, 192, 144 S.

Originalzitat 1915:

"Die Erziehungs- und Pflegeanstalt Leipzig Lindenau, Queckstr. 2, besteht aus mehreren, auf einem Gelände vereinigten Abteilungen, die unter derselben Verwaltung stehen und sich mehrfach er gänzen.
A) Die Abteilung für die vom Armenamt oder vom Pfleg- und Jugendfürsorgeamt als Vollzugsbehörde der Fürsorgeerziehung zur Erziehung überwiesenen Mädchen im Alter von 15 bis 20 Jahren, die sogenannten

Erziehungsmädchen

Diese werden durch eine geregelte Tätigkeit, die sie durch alle Abteilungen des Anstaltsbetriebes in regelmäßigem Wechsel hindurchführt, durch Unterricht in Weißnähen, Kleidermachen und durch besondere Lehrstunden in Schreiben, Rechnen, Haushaltkunde usw. zu brauchbaren Gliedern der Gesellschaft erzogen, aus der Anstalt beurlaubt oder entlassen, wenn Hoffnung auf dauernde Besserung besteht.
B) Die Abteilung für die von denselben Behörden überwiesenen
Schulkinder

beiderlei Geschlechts. In diese Abteilung werden schwer zu erziehende oder der Verwahrlosung bereits verfallene Kinder aufgenommen, erzogen, verpflegt und vor weiterem Verfall geschützt. Die Kinder besuchen die öffentliche Volksschule, die zahlreichen Schwachbefähigten die Hilfsklassen.
C) In die Abteilung für
geistesschwache, blödsinnige, epileptische und körperlich sieche Kinder

werden auf Anordnung des Armenamtes Knaben und Mädchen aufgenommen, die sich für eine Verpflegung in einer Anstalt für Geisteskranke nicht oder noch nicht eignen, die auf ihren Zustand beobachtet werden sollen oder die hier bis zur endgültigen Entscheidung vorläufig verwahrt werden.
D) Die Abteilung für geistesschwache und blöde Frauen und Mädchen.
E) Die Abteilung für blödsinnige Burschen.
Die Abteilungen
F) und G) bestehen zumeist aus alten, siechen Frauen."

Quellen/Literatur/Weblinks:
- Stadtarchiv Leipzig - Chronik 1991
- Sammlung Lindenauer Stadtteilverein e. V.
- Tegeler, Hedwig: Soziale Kriegs- und Friedens-Fürsorge in der Stadt Leipzig 1915, Verlag Nationaler Frauendienst Leipzig 1915, XIV, 192, 144 S., S. 17f.

Bildinhalt: Gesamtansicht der Lindenauer Anstalt für Altersversorgte, Schwachsinnige, Erziehungsmädchen, Säuglinge, Wöchnerinnen und Lehrbuben, das ehemalige Armenhaus, mit einer Gruppen aller Zöglinge in Front des Geländes, um 1928. Quelle: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Inventarnummer F/1545/2010
Gesamtansicht der Lindenauer Anstalt für Altersversorgte, Schwachsinnige, Erziehungsmädchen, Säuglinge, Wöchnerinnen und Lehrbuben, das ehemalige Armenhaus, mit einer Gruppen aller Zöglinge in Front des Geländes, um 1928. Quelle: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Inventarnummer F/1545/2010
 

aktuell

SZL Suchtzentrum gGmbH, Wohnprojekt "Domizil"
Wohnprojekt für alkoholkranke Männer
Wohnheim
Projektleitung:
Herr H. Lenga-Radzuweit & Herr Th. Nerger
Telefon : 0341-3016234

Zielgruppe:
Das Wohnprojekt "Domizil" bietet eine Kombination aus "Wohnen" und "Betreuung" an, die dem besonderen Hilfebedarf nichtabstinenter chronisch mehrfach beeinträchtigter Abhängigkeitskranker (CMA) Rechnung trägt.

Im Wohnprojekt werden 40 Wohnplätze in Einzel- bzw. Doppelzimmern angeboten. Das Angebot richtet sich an alkoholkranke Männer, die ihre Wohnung verloren haben bzw. nicht mehr in der Lage sind, selbständig zu wohnen.

Zielstellung:
Als allgemeine Zielstellung haben die Beheimatung der Hausbewohner und die Sicherung eines möglichst gesunden Überlebens obersten Stellenwert für die gemeinsame Arbeit.

www.suchtzentrum.de


Zurück zur Übersicht