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Henricistraße 25

04177 Leipzig-Lindenau

zur Geschichte

Hier, im Vorgängergebäude der heutigen Henricistraße 25, in der Harkortstraße 25 (I. Etage) der Landgemeinde Lindenau b. Leipzig lebte Emil Stöckhardt, später Professor für Elektrotechnik an der Maschinenbauschule Elberfeld-Barmen.
Sein Vater, der Ingenieur Paul Robert Gustav Stöckhardt (geboren am 20.9.1836 in Lichtenstein, verheiratet in Krefeld am 24. Mai 1871 mit Emilie Vogelsang), war Fabrikdirektor in Lindenau b. Leipzig. Das Paar bekam zwei Kinder: Carl Emil Stöckhardt (* 18. Februar 1872; † 24. Juni 1945) und Robert Arthur Stöckhardt (* 17. Februar 1875). Der Vater Paul Robert Gustav Stöckhardt entstammte dem Putzkauer Zweig der Gelehrtenfamilie Stöckhardt und war ein Enkel des Bautzener Philologen und Freimaurers Gerhard Heinrich Jacobjan Stöckhardt.
Der Sohn Emil Stöckhardt besuchte von 1883 bis 1891 das Königliche Gymnasium in Leipzig, das er mit dem Reifezeugnis verließ.
Emil Stöckhardt wurde später Assistent an der Königlichen Technischen Hochschule Dresden, Fachlehrer an den Vereinigten Königlichen Maschinenbauschulen Dortmund sowie Königlicher Oberlehrer und Professor an der Maschinenbauschule Elberfeld-Barmen.
Bekannt geworden ist Emil Stöckhardt vor allem für sein Lehrbuch der Elektrotechnik, das im Verlag Veit in Leipzig und bei de Gruyter in Berlin zwischen 1901 und 1925 in drei Auflagen erschien. Es richtete sich vorrangig an Studenten an Maschinenbauschulen. 1899 erfand Stöckhardt einen Wechselzahlmesser, der von Stieberitz in Dresden-Altstadt produziert wurde. 1911 berichtete Emil Stöckhardt dem Verein Deutscher Ingenieure über Betriebserfahrungen mit Quecksilberbogenlampen.
Emil Stöckhardt engagierte sich bis mindestens 1930 in verantwortlichen Positionen in Vereinen des Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE).

Quellen/Literatur/Weblinks:
- Adreßbuch sämmtlicher Einwohner der Vororte von Leipzig, sowie aller übrigen Gemeinden der Amtshauptmannschaft Leipzig. Eine vollständige Zusammenstellung sämmtlicher Einwohner der 134 Gemeinden der Amtshauptmannschaft Leipzig. Verlag von Licht & Meyer, Leipzig 1880: kein Eintrag
- Adreß-Buch für Lindenau-Plagwitz und Neu-Schleußig 1885/1885, 1887/1887
- Adreß-Buch für Lindenau 1889/1889
- Leipziger Adreßbuch 1891
- wikipedia: Stöckhardt (Gelehrtenfamilie); Emil Stöckhardt


Bildinhalt: Hier, in der damaligen Harkortstraße 25 der Landgemeinde Lindenau b. Leipzig, lebte Emil Stöckhardt mit seinen Eltern. Emil Stöckhardt engagierte sich bis mindestens 1930 in verantwortlichen Positionen in Vereinen des 1893 gegründeten Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE). Anlässlich der Hundertjahrfeier 1993 brachte die Deutsche Bundespost die Sondermarke „100 Jahre Verband Deutscher Elektrotechniker“ heraus. Heute hat der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) etwa 36.000 Mitglieder.
Hier, in der damaligen Harkortstraße 25 der Landgemeinde Lindenau b. Leipzig, lebte Emil Stöckhardt mit seinen Eltern. Emil Stöckhardt engagierte sich bis mindestens 1930 in verantwortlichen Positionen in Vereinen des 1893 gegründeten Verbandes Deutscher Elektrotechniker (VDE). Anlässlich der Hundertjahrfeier 1993 brachte die Deutsche Bundespost die Sondermarke „100 Jahre Verband Deutscher Elektrotechniker“ heraus. Heute hat der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) etwa 36.000 Mitglieder.
 


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