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Spittastraße 19

04177 Leipzig-Lindenau

Hier wohnte einst Wolfgang Hilbig (* 31. August 1941 in Meuselwitz, Landkreis Altenburg; +† 2. Juni 2007 in Berlin), einer der wichtigsten Gegenwartsautoren der deutschen Sprache. Als sein bekanntestes Werk gilt der 1993 erschienene Roman "Ich" über einen Lyriker, der als Spitzel für die Stasi arbeitet. Das Buch wurde von der Kritik als "Gesellschaftsroman über die Endzeit der DDR" und vor allem als "ein Fest für die deutschsprachige Gegenwartsliteratur" gelobt. 2002 wurde Wolfgang Hilbig mit der bedeutendsten deutschen Literaturauszeichnung, dem Georg-Büchner-Preis, geehrt (Zitat: "Wolfgang Hilbig, der in der ungeheuren leeren Halle des Schweigens seine Stimme wagte, um der Wortlosigkeit zu entkommen...")

Quellen/Literatur/Weblinks:
- Biographische Angaben aus dem Handbuch "Wer war wer in der DDR?"
- Sammlung Lindenauer Stadtteilverein e. V.
- Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e.V. www.wolfgang-hilbig.de
- www.perlentaucher.de/autor/wolfgang-hilbig.html
- Wolfgang Hilbigs Selbstvorstellung für die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung www.deutscheakademie.de/wolfgang-hilbig
- https://www.welt.de/kultur/article915857/Buechner-Preistraeger-Wolfgang-Hilbig-gestorben.html
- Wolfgang Hilbig in wikipedia
- www.deutscheakademie.de/wolfgang-hilbig
- Foto Wolfgang Hilbig by Sächsische Akademie der Künste

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Neues aus dem
Neues aus dem "Wörtersee" der Connewitzer Verlagsbuchhandlung: Wolfgang Hilbig: Sphinx. Texte aus dem Nachlass, hrsg. von Michael Opitz, Leipzig 2019. Zur Buchpremiere am 28. Mai 2019 im Kesselhaus der alten Celluloidwaren-Fabrik Schleußig (Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig) stellten Herausgeber Michael Opitz und der Schriftsteller Clemens Meyer den Band mit bisher unbekannten Texten aus dem Nachlass Wolfgang Hilbigs vor. Er enthält u.a. phantastische Erzählungen, Faksimiles und in sich geschlossene Varianten (undatiert, von 1988 und 1985) des 2001 frappierend verändert erschienenen Textes "Die Zisterne" sowie ein Nachwort des Herausgebers zu literarischen und zeitgeschichtlichen Entstehungskontexten. Der Band ist ein gemeinsames Projekt der Connewitzer Verlagsbuchhandlung Peter Hinke mit der Wolfgang-Hilbig-Gesellschaft e.V.
 

Lese-Empfehlung

Wolfgang Hilbig
Eine Biographie von Michael Opitz / S. Fischer Verlag Frankfurt am Main, 2017.

Bis heute umgibt den 1941 geborenen und vor zehn Jahren gestorbenen Dichter Wolfgang Hilbig eine Aura des Rätsels. Hineingeboren in eine Umgebung aus Sprachlosigkeit, galt er spätestens seit seinem Roman »›Ich‹« als einer der sprachmächtigsten Autoren der deutschen Literatur – und blieb doch ihr geheimnisvollster Außenseiter. Hilbig, der jahrelang als Heizer arbeitete, war in der DDR gezwungen, eine Doppelexistenz zu führen.
Für diese erste große Biographie hat der Literaturwissenschaftler Michael Opitz unbekannte Archivmaterialien und nie veröffentlichte Briefe und Tagebücher gesichtet sowie die Akten ausgewertet, die die Staatssicherheit der DDR über den »feindlich-negativen« Autor angelegt hat. Behutsam und einfühlsam zeichnet er den Weg eines faszinierenden Schriftstellers, der erst im Schreiben zu seinem wahren Leben fand.


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