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Aurelienstraße 4

04177 Leipzig-Lindenau

Bildinhalt: Hier, in der Lindenauer Aurelienstraße 4, gegenüber vom Karl-Heine-Platz, wohnte Prof. Dr. Emil Gutjahr, Direktor der IV. Städtischen Realschule zu Leipzig. Quelle: Leipziger Adreßbuch 1908, 87. Jahrgang
Hier, in der Lindenauer Aurelienstraße 4, gegenüber vom Karl-Heine-Platz, wohnte Prof. Dr. Emil Gutjahr, Direktor der IV. Städtischen Realschule zu Leipzig. Quelle: Leipziger Adreßbuch 1908, 87. Jahrgang

Prof. Dr. Emil Gutjahr war Ritter des Königlich-Schwedischen Nordstern-Orden. Der Königliche Nordstern-Orden (schwedisch Kungliga Nordstjärneorden) ist der zweithöchste Verdienstorden des Königreichs Schweden. Der Orden wurde als Zivilverdienstorden für hervorragende mitbürgerliche Verdienste, treue Dienste für Staat und Königshaus sowie kulturelle, wissenschaftliche und technische Leistungen an In- und Ausländer verliehen.
Emil Arthur Gutjahr wurde am 29. Juli 1856 zu Cölleda in der Provinz Sachsen geboren. Er besuchte in Rudolstadt die Vorschule, seit 1863 in Leipzig die I. höhere Bürgerschule, seit 1866 das Nicolaigymnasium in Leipzig, seit 1868 das Dr. Hölbesche Institut in Dresden, dann wieder das Nicolaigymnasium (1869-75, Reifeprüfung) in Leipzig. Er studierte an den Universitäten in Leipzig (bes. unter Lipsius, Ritschl, Ribbeck, Zarncke, Braune) und Marburg (bes. unter Nissen),
wurde nach beendetem Studium Erzieher und Lehrer im Hause des Grafen Schlieffen-Schlieffenberg (Mecklenburg),
unternahm Reisen in Schweden, um germanistische und historische Studien über Skandinavien zu machen, ferner nach Italien, um mit Unterstützung der Königl. Sächs. Gesellschaft der Wissenschaften Archäologie, latein. Inschriften, Handschriften der Plantur und Terenz zu studieren.
Im Jahre 1882 wurde er Realschullehrer,
1885 Realschuloberlehrer,
1887 Volksschuldirektor in Leipzig-Reudnitz (VIII. Bürger und 9. Bezirksschule Leipzigs);
1901 Direktor an der neugegründeten IV. städt. Realschule zu Leipzig,
1905 wurden seiner Leitung zugleich die Städt. Gymnasialklassen zu Leipzig-Lindenau unterstellt.

Werke :
Beiträge zur latein. Grammatik 1888—1905: I. Zur Lehre vom Verbum; II. Zur Lehre von den Partikeln und Coninectionen; III. AItgrammatisches und Neugrammatisches zur lateinischen Syntax (Der Gebrauch von Ut bei Terenz).
Ferner: Der Codex Victorianus bei Terenz;
König Gustav Adolf II. von Schweden Beweggründe zur Teilnahme am deutschen Kriege (nach den schwed. Quellen); Sigfrids Totenfahrt ( komp. v. Podberdsky); Ans Vaterland (komp. von Wahls); Mittsommer in Schweden (komp. von Hiller) u. a. m.
Zur neuhochdeutschen Schriftsprache Eykes von Repgowe usw.
Zur Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache, Studien zur deutschen Rechts- und Sprachgeschichte (1906 ff.)
Die Urkunden deutscher Sprache in der Kanzlei Karls IV.; I. Der Kanzleistil Karls IV.
Schulwandkarten zum Neusprachlichen Unterricht (1907 ff.): I. Deutschland; II. England.
Ferner:
Literar-geschichtliche Arbeiten u. a. m.

Quellen/Literatur/Weblinks:
- Sachsens Gelehrte Künstler und Schriftsteller in Wort und Bild, nebst einem Anhang: "Nichtsachsen". Herausgegeben und redigiert von Bruno Volger. Leipzig-Gohlis, Bruno Volger Verlagsbuchhandlung, 1907—1908.


Bildinhalt: Der Königliche Nordstern-Orden ist der zweithöchste Verdienstorden des Königreichs Schweden. Prof. Dr. Emil Gutjahr, wh. in der Aurelienstraße 4, war Ritter des Königlich-Schwedischen Nordstern-Orden. Foto: sv.wikipedia.org, CC BY-SA 3.0
Der Königliche Nordstern-Orden ist der zweithöchste Verdienstorden des Königreichs Schweden. Prof. Dr. Emil Gutjahr, wh. in der Aurelienstraße 4, war Ritter des Königlich-Schwedischen Nordstern-Orden. Foto: sv.wikipedia.org, CC BY-SA 3.0
 


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