Liegenschaften aller Lindenauer Ortsteile finden Sie hier

Häuserliste

Spittastraße 3

04177 Leipzig-Lindenau

Bildinhalt: Die Organisation IPPNW (Abkürzung für International Physicians for the Prevention of Nuclear War; Name der deutschen Sektion: IPPNW Deutschland - Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.) ist ein internationaler Zusammenschluss von Ärzten, die sich unter anderem vor allem für die Abrüstung atomarer Waffen einsetzt. 1985 erhielt die Organisation den Friedensnobelpreis für ihre
Die Organisation IPPNW (Abkürzung für International Physicians for the Prevention of Nuclear War; Name der deutschen Sektion: IPPNW Deutschland - Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.) ist ein internationaler Zusammenschluss von Ärzten, die sich unter anderem vor allem für die Abrüstung atomarer Waffen einsetzt. 1985 erhielt die Organisation den Friedensnobelpreis für ihre "„sachkundige und wichtige Informationsarbeit“", die das Bewusstsein über die "„katastrophalen Folgen eines Nuklearkrieges“" in der Bevölkerung erhöhte.

Geschichte

Einträge aus dem Leipziger Adressbuch 1949:
Günter Seidel [1920-1981] Fabrikant Spittastraße 3
Kurt Hofmann Straßenbahnschaffner Spittastraße 3
Paul Kluge Ober-Lehrer i. R. Spittastraße 3
Johannes Rickborn Prediger Spittastraße 3
Johannes Illing Modellbau Spittastraße 3

Hier lebte Eberhard Seidel. 1989 war er Mitbegründer der Bürgerbewegung NEUES FORUM.

Biogramm Eberhard Seidel
Geb. 1949 in Leipzig; 1970-1975 Medizinstudium in Berlin und Promotion; 1975 Heirat mit Jutta Seidel (1982 Mitbegründerin der "„Frauen für den Frieden“"; 1983 Ermittlungsverfahren wegen oppositioneller Aktivitäten unter dem Vorwand "„landesverräterischer Nachrichtenübermittlung“"); ab 1970 Mitarbeit in der Evangelischen Studentengemeinde/ESG Berlin, u. a. als Vertrauensstudent; 1984 Gruppe "„Ärzte für den Frieden“", Mitarbeit bei der Berliner Friedenswerkstatt und im Netzwerk kirchlicher und unabhängiger Friedensgruppen wie "„Konkret für den Frieden“"; 1985 Herausgeber der ersten ökologiekritischen Darstellung zur Verwendung von Uran, "„Pechblende“"; 1989 Mitbegründer der Bürgerbewegung Neues Forum, Mitinitiator der Großdemonstration auf dem Berliner Alexanderplatz am 4. November 1989; 1989/1990 Arbeitsgruppe "„Wahlgesetz“" des Zentralen Runden Tisches in der DDR; 1990 Mitglied in der ersten freigewählten Stadtverordnetenversammlung in Ost-Berlin, Mitglied im ersten frei gewählten Vorstand der DDR-Sektion "„Ärzte in sozialer Verantwortung“" der IPPNW; 1991 Vorstandsmitglied der gesamtdeutschen Sektion der IPPNW, Vorstand der Berliner Ärztekammer;
Dr. Eberhard Seidel wurde im Jahr 2000 mit dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung ausgezeichnet.

Quellen/Literatur/Weblinks zur Geschichte dieses Hauses:
- Leipziger Adreßbuch 1949
- Sammlung Lindenauer Stadtteilverein e. V.
- Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., Archiv der DDR-Opposition
- https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Ippnw-logotext.jpg
> Hähnelstraße 28
> Josephstraße 28

Bildinhalt: Dr. Eberhard Seidel war 1990 Mitglied im ersten frei gewählten Vorstand der DDR-Sektion
Dr. Eberhard Seidel war 1990 Mitglied im ersten frei gewählten Vorstand der DDR-Sektion "Ärzte in sozialer Verantwortung" der IPPNW. 1991 wurde er Vorstandsmitglied der gesamtdeutschen Sektion der IPPNW. Die deutsche IPPNW-Sektion (IPPNW Deutschland – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.) ist mit circa 8.000 Mitgliedern die größte berufsbezogene Friedensorganisation in Deutschland.
 


Zurück zur Übersicht