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Häuserliste

Georg-Schwarz-Straße 15

04177 Leipzig-Lindenau

Bildinhalt: Foto: Lindenauer Stadtteilverein
Foto: Lindenauer Stadtteilverein

Geschichte [Artikel in Arbeit]

Das Haus Gundorfer Straße 15 (Katasternr. 767E) gehörte um 1900 dem Producten- und Butterhändler Robert Funke mit Ladengeschäft parterre/im Erdgeschoss und seiner Wohnung daselbst in der 1. Etage.
Vorbesitzer war 1895, 1898 M. A. Hartmann, 1893 der Bauunternehmer C. Nelb sen.

1913
Im Adressbuch ist hier auch die Fahrrad- und Nähmaschinenhandlung von Otto Braune eingetragen. Otto Braune wohnte in der Rietschelstr. 49, 2. Etage.

1918
Hauseigentümer:
Kaufmann Erich Funke und Kaufmann Robert Funke
Mieter:
Fahrradhandlung Otto Braune: Fahrradhaus "Westend" Lindenau, Gundorfer Straße 15
Butterhandlung und Kolonialwaren Groß- und Kleinverkauf Robert Funke. Inhaber: Johannes und Erich Funke.
Der Inhaber vom Fahrradhaus "Westend" Lindenau, Otto Braune, wohnte in der Parallelstraße: in der Leutzscher Str. 62 [=W.-Zipperer-Str.], 2. Etage.
Vor diesem Lebensmittelgeschäft von Robert Funke entzündeten sich im Mai 1916 sog. Butterkrawalle, die sich rasch zu tagelangen Hungerunruhen in Leipzig ausbreiteten und bei denen stadtweit etwa 100 Schaufensterscheiben eingeschlagen worden sind.
Zitat:
"Dabei hatte es bereits im Mai 1916 infolge der extremen Nahrungsmittelknappheit die »Butterkrawalle« gegeben; in den Arbeitervierteln Lindenau und Plagwitz, aber auch in Leutzsch, Volkmarsdorf und Sellerhausen waren Geschäfte geplündert worden. Die Polizei hatte die Lage nur mit Mühe unter Kontrolle gebracht."
aus: Olaf Schmidt: Die letzte Bastion. Die kreuzer-Titelgeschichte aus dem Heft November 2018.

1933
Hauseigentümer:
Bankier Conrad Lewinsohn (wohnt in Leipzig, Jacobstr. 2, 1. Etage)
Mieter im Erdgeschoss:
Fahrradhandlung Otto Braune: Fahrradhaus "Westend" Lindenau, Gundorfer Straße 15
Filiale "Haus der Hüte"
Tabakwaren O. Voigt

1938
Hauseigentümer:
Kaufmann Conrad Lewinsohn. Er ist 1938, 1939 noch im Leipziger Adressbuch eingetragen. 1940 fehlt jeder Eintrag zur Familie Lewinsohn. Frau Jenny Lewinsohn, geb. Sepfelder (geb. 2.7.1878 in Leipzig), Dentistin, Inhaberin eines Zahn-Ateliers, wohnhaft in der Jacobstr. 2, später im Judenhaus Humboldtstraße 9, wurde am 19.9.1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie starb am 15.6.1943 im Ghetto Theresienstadt.)

1940, 1942
Hauseigentümer:
Kaufmann F. Winkler (wohnt Merseburger Str. 49)

Quellen/Literatur/Weblinks:
- Sammlung Lindenauer Stadtteilverein e. V.
- Leipziger Adressbuch 1893, 1895, 1898, 1899, 1900, 1913/1913, 1918,
- Adreßbuch der Reichsmessestadt Leipzig mit Markkleeberg, Böhlitz-Ehrenberg, Engelsdorf, Mölkau 1938, 1939, 1940/1940, 1942
- Petra Weber: Gescheiterte Sozialpartnerschaft - Gefährdete Republik? Industrielle Beziehungen, Arbeitskämpfe und der Sozialstaat. Deutschland und Frankreich im Vergleich (1918-1933/39), Walter de Gruyter 2012, 1255 Seiten
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Bildinhalt: Initialen RF an der Fassade: Das Haus Gundorfer Straße 15 gehörte dem Butterhändler Robert Funke. Hier begannen im Mai 1916 die sog. Butterkrawalle.
Initialen RF an der Fassade: Das Haus Gundorfer Straße 15 gehörte dem Butterhändler Robert Funke. Hier begannen im Mai 1916 die sog. Butterkrawalle.
 

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