Hier finden Sie Projekte, die bereits umgesetzt wurden ...

... was nicht heißt, dass es nicht noch einen zweiten Teil, eine Neuauflage ... geben könnte. Wenn sich eine Person oder eine Gruppe findet, die Zeit und Lust hat, etwas in die Hand zu nehmen, vermitteln wir gern die lokalen Kontakte.

Lebendiger Adventskalender in Lindenau
Zum Jahresausklang 2016 haben wir wieder einen Lebendigen Adventskalender für Erwachsene in Lindenau organisiert. Auf unsere Einladung zum Mitmachen als Gastgeber beim Lebendigen Adventskalender erhielten wir 30 Zusagen! Das waren Einladungen ins Wohnzimmer, ins Atelier, in die geheizte Werkstatt, ins Ladengeschäft.
Die Adressen aller Abende wurden als Liste nur an die Gastgeber gegeben. Alle anderen Interessenten konnten täglich im Eingangsbereich des Buchladens "SeitenBlick" am Lindenauer Markt erfahren, wo man sich am Abend trifft bzw. sahen das auf Lindenaus Straßen an der erleuchteten Zahl in einem Fenster des jeweiligen Hauses.
Vom 1. bis zum 23. Dezember öffnete an jedem Abend um 20 Uhr ein anderer Gastgeber seine Tür für nette Nachbarn aus dem Stadtteil, um für eine gute Stunde – oder meist länger – die gemeinsame Zeit mit Vorlesen, Basteln, Filme zeigen, Singen, Erzählen oder einfach "nur" miteinander reden zu verbringen. Beim Adventskalender-Klassiker „Stutenkerle backen“ am Nikolaustag z. B. haben sich in diesem Jahr zehn Nachbarinnen und Nachbarn beteiligt – in einer einzigen Wohnungsküche!
Wir veranstalteten den Lebendigen Adventskalender erstmals im Jahre 2003 rund um den Lindenauer Markt und darüber hinaus aber nur im Stadtteil Lindenau: also zwischen Karl-Heine-Straße und Diakonissenhaus, zwischen Angerbrücke und Baumwollspinnerei, damit man sich auch noch zehn Minuten vorher spontan entscheiden konnte, loszugehen und am Abend nette Nachbarn zu treffen und kennenzulernen. Die Resonanz bei den einzelnen Veranstaltungen war unterschiedlich, die Anzahl der abendlichen Teilnehmer lag im Durchschnitt bei etwa 11-12 Personen.
Wer sich im Jahre 2017 bei der Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Lebendigen Adventskalenders für Erwachsene beteiligen kann, melde sich bitte unter der Mailadresse "Lindenauer Stadtteilverein e.V." lindenauerstadtteilverein@gmx.de


Jahreschronik Georg-Schwarz-Straße
Über den Verfügungsfonds Georg-Schwarz-Straße wurde für 2014 die Erstellung einer Chronik gefördert, bei der wöchentlich wechselnde Chronisten ihre Geschichten, Eindrücke, Erlebnisse ... rund um die Straße festhielten. Ein Chronistentreffen mit etwa 25 Personen fand unmittelbar vor der Vereinsversammlung am 11. Januar 2015 statt, weitere Treffen sind aufgrund der großen Resonanz geplant. Neben den persönlich eingetragenen Seiten wurden auch zahlreiche Händler und Anwohner interviewt und gemeinsam ein Text erarbeitet. Heraus gekommen ist ein Dokument, dass die Entwicklung der Stadtteile Lindenau und Leutzsch rund um die heutige Georg-Schwarz-Straße von 1927 bis 2014 mit sehr persönlichen Berichten beschreibt.
Der Verein hatte bereits im Jahr 2006 eine Jahreschronik - damals für Gesamt-Lindenau - schreiben lassen.
Beide Chroniken (und die der Hamburgfahrt 2013) sind beim Verein ausleihbar bzw. werden zu Stadtteilfesten u.ä. an Informationsständen des Vereins gezeigt.


Ausstellung Georg-Schwarz-Straße
Ebenfalls über den Verfügungsfonds Georg-Schwarz-Straße sowie private Sponsoren, vor allem aber durch das Engagement von Carsten Wittig (Grafik, Layout), Roman Grabolle (Textkorrektur, Hinweise) und Christina Weiß wurde 2014 eine Ausstellung zur Entwicklung der Straße möglich. Auf 24 Tafeln (Forexplatten A2 gelocht) ist viel Spannendes zu entdecken. Von der Ausstellung gibt es auch vier Mini-Versionen, die ausgeliehen werden können an private Interessenten sowie Vereine und Multiplikatoren, die sich für die Geschichte interessieren und die ggf. überlegen, eine Ausstellung bei sich zu organisieren.
Außerdem wird in einem Heft "Kaleidoskop Georg-Schwarz-Straße" des Amtes für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung (ASW) und des Magistralenmanagements Georg-Schwarz-Straße für die Ausstellung geworben. Dieses Heft kann wochenweise ausgeliehen werden beim Lindenauer Stadtteilverein - neben der Ausstellung sind aktuelle Informationen (Förderprogramm, Entwicklungen, Arbeitsweisen Magistralenmanagement, Literaturempfehlungen) zum Durchblättern darin zusammen getragen.
2014 hing die Ausstellung zur Georg-Schwarz-Straße bereits im Atelier arte scena von Helena Garcia Moreno (bis 2015 Georg-Schwarz-Straße 70, jetzt Endersstraße/Ecke Merseburger Straße) sowie in verschiedenen, damals leeren Ladengeschäften an der Straße zur Zwischennutzung.
Nachtrag:
Nach Stationen im Neuen Rathaus, der Georg-Maurer-Bibliothek und dem Diakonissenkrankenhaus war die Tafelausstellung zur Geschichte der Georg-Schwarz-Straße vom 6. Januar bis Ende März 2016 in der Volkshochschule Leipzig zu den allgemeinen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr) zu sehen, danach im Stadtarchiv Leipzig in der Torgauer Straße.

Stolpersteine in Lindenau
Bis zum Sommer 2015 lagen 287 „Stolpersteine“ an 127 Orten in Leipzig und seinen Stadtteilen - seit mehreren Jahren auch in Lindenau. Am 1. Oktober 2015 folgten 26 weitere Steine für Opfer der nationalsozialistischen Diktatur. Vor den ehemaligen Wohnorten getöteter Mitbürger verlegte der Kölner Bildhauer Gunter Demnig diese Erinnerungsmale ebenerdig in den Gehweg, so vor die Endersstraße 3 und die Uhlandstraße 8 für vier Mitglieder der Familie Kohs. Laura und Leon Kohs wurden im Rahmen der sog. „Polenaktion“ gegen jüdische Einwohner am 28.10.1938 nach Polen abgeschoben. Nach der deutschen Besetzung wurden sie dort ermordet. Auch ihre Schwiegertochter Dora Kohs wurde mit ihrem 2-jährigen Sohn Michael nach Polen abgeschoben und dort 1942 ermordet. Diese Angaben beruhen auf der Arbeit von Frau Dr. Uta Larkey, Associate Professor of German, Associate Faculty, Judaic Studies program, Baltimore, USA. Sie arbeitete an einem Forschungsprojekt beim Center for Advanced Holocaust Studies in Washington, DC. Bei ihren Recherchen ist sie auf Spuren der Familie Kohs gestoßen, die in Lindenau lebte. Ihre Nachforschungen zum „Schicksal“ der Familie Kohs hatte der Lindenauer Stadtteilverein seit Jahren mit eigenen Recherchen zum jüdischen Leben in Lindenau, mit Hinweisen auf Leipziger Archivbestände und Literatur sowie Kontakten zu weiteren Mitstreitern gegen das Vergessen unterstützt. (mehr dazu: Dr. Uta Larkey: Eine Familiengeschichte – Polnische Juden in Leipzig)
Einige Literaturangaben zur jüdischen Geschichte in Lindenau finden sich auch auf der (inzwischen vom Umfang her allerdings veralteten) Lindenaubibliographie im Internet:
http://lindenaubibliografie.wordpress.com/
bzw. die Bücherliste direkt unter
http://lindenaubibliografie.files.wordpress.com/2008/06/lindenaubibliografie-0.pdf

Wir sind weiterhin auf der Suche nach Informationen zu Opfern oder Überlebenden der Shoa/des Holocausts oder zu Displaced Persons in bzw. aus Leipzig-Lindenau (Leipzig W 33).
Selbstverständlich sind wir auch interessiert an Informationen zur Geschichte des jüdischen Lebens im Stadtteil Lindenau.
> www.gedenkort-josephstrasse.org


Stadtteilgrenzen sichtbar machen - und überschreitbar
Lange haben wir gesucht nach einer Möglichkeit zur lokalen Kennzeichnung der Flurgrenzen von Lindenau und Leutzsch. Durch Unterstützung von Diakonissenkrankenhaus und Brunnenviertel konnte das Vorhaben mittels Verlegung von Granitplatten in der Georg-Schwarz-Straße mit Lindenauer Firmen umgesetzt werden - weil die Strabag im Sommer 2015 als ausführende Baufirma für den barrierefreien Ausbau der Straßenbahnhaltestelle "Diakonissenhaus" sowie das Steinmetzunternehmen Bracker & Müller und Pflastermeister Milko Härtel mit seinen Leuten für die Ausführung sorgten. Allen auch an dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank! Millionen Jahre alte "Grenzsteine" markieren Stellen, wo die heutigen Stadtteile Lindenau und Leutzsch bewusst verlassen bzw. wieder "betreten" werden können ;-)


Geführte Stadtteilrundgänge in Lindenau
Für zahlreiche Lindenauer Kindergruppen, für Schüler und Jugendliche, Studierende aus Nah und Fern (hier u.a. zu Themen wie Stadtumbau für Studenten aus Deutschland, der Schweiz, China, Japan und Korea), für zugezogene Neu-Lindenauer und auch für Gruppen ehemaliger Lindenauer (Klassentreffen) fanden in den letzten Jahren immer wieder geführte Stadtteilrundgänge in Lindenau statt. Kleine Spenden von Gegenständen aus der Lindenauer Alltagsgeschichte und einige Ankäufe historischen Materials bereichern diese Führungen als anschauliche Objekte.


Kissenschlachtzimmer mit Kissenschlachtzimmer-Aktie
Nachdem unser erstes Lindenauer Kissenschlachtzimmer mit mehr als 1000 Kissen von einem Verleih nicht zurück kam, wurde recht spontan in der Adventszeit 2014 ein zweites als Mitmachnähprojekt begonnen. Stoffspenden gingen zahlreich ein, die Materialsammlung krimZkrams des kunZstoffe e.V. steuerte etwas bei, gut ein Dutzend Freiwillige, der Gemüseladen von Familie Al-Ali am Lindenauer Markt (mit Stopfmaterial von Weintrauben-Lieferungen) und auch gaaanz viele Kinder aus der Georg-Schwarz-Straße unterstützten die Aktion von Rockzipfel (Zipfel e.V.) und Lindenauer Stadtteilverein e. V. mit Nähen, Rupfen und Stopfen.
Die Kissensäcke liegen nun in der Georg-Schwarz-Straße 10 im Eltern-Kind-Büro Rockzipfel und können ausgeliehen bzw. für Kindergeburtstage "gebucht" werden. Weitere Kissen werden gerne genommen (nur Baumwollstoffe, Füllung: waschbar = Schaumstoff oder Dralonwatte, nicht größer als A4-Blatt).


Verkehrs- und Schulwegsicherheit für Schulkinder
In Zusammenarbeit mit der AG Verkehrs- und Schulwegsicherheit der Nachbarschaftsschule (AG Verkehr der NaSch) beteiligte sich der Lindenauer Stadtteilverein am Leipziger Bürgerwettbewerb "Ideen für den Stadtverkehr". Eingereicht wurde auch ein Beitrag aus der AG Verkehr der Nachbarschaftsschule Leipzig, der in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilverein entstand. Dieser Beitrag "Ideensammlung Weg macht Schule" wurde nach Begutachtung zur Auszeichnung im Jahre 2013 in der Kategorie „Kleinteilige Ideen“ vorgeschlagen.
Das Problem sind die hartnäckigen Widerstände bei der Umsetzung der Ideen ...


Hamburgfahrt
37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren auch 2013 unterwegs, um per Boot und Fahrrad auf die noch fehlenden Kanaldurchstiche in Leipzigs Wasserwelt aufmerksam zu machen. In Kooperation mit der Stiftung Ecken wecken und dem Leipziger Kanu-Club kamen alle von Lindenau aus nach 12 Tagen wohlbehalten in Hamburg an. Die Presseresonanz war gut, auch die lokale Diskussion hat die Fahrt zum Anlass für neue Dialoge genutzt. Innerhalb der Fahrtengruppe gibt es locker weiteren privaten Kontakt.
Eine ausführliche Dokumentation in Form einer riesigen Fahrtenchronik liegt beim Lindenauer Stadtteilverein und kann zu Festen etc. eingesehen werden.


Gemeinschaftsprojekt "Farbwelten - So bunt ist unser Leben"
Innerhalb des Gemeinschaftsprojektes "Farbwelten - So bunt ist unser Leben", einer Veranstaltungsreihe von verschiedenen Trägern der Seniorenarbeit des Stadtbezirkes Südwest im Rahmen des Förderprogramms der Stadt Leipzig zur Neuausrichtung der offenen Seniorenarbeit, gestaltete der Lindenauer Stadtteilverein e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadtteilbibliothek „Georg Maurer“ die Auftaktveranstaltung am 23. Oktober 2013. Die Veranstaltung trug den Titel: "In Lindenau, da ist der Himmel blau". Berühmte Lindenauer Persönlichkeiten und bekannte Sehenswürdigkeiten, Geschichten, Sagen und Kuriositäten aus dem Stadtteil wurden in einem Ton- und Bildvortrag dargeboten.
Die Veranstaltungen dieser Reihe fanden in der Zeit vom 23.10.2013 bis zum 18.12.2013 statt.


Generationenübergreifend für Jung und Alt: Projekt "MitgestALTER"
Viele Projekte des Stadtteilvereins planen wir grundsätzlich altersübergreifend. In verschiedenen Lebenszusammenhängen soll das Miteinander der Generationen gefördert werden. Beständig beantwortet der Stadtteilverein Anfragen interessierter auswärtiger junger Familien, aber auch von Senioren, nach den Lebensumständen in Lindenau. Dazu gibt es eine gute Zusammenarbeit mit
Hausbesitzern und Wohnungsvermietern sowie mit einer Vielzahl von Kultur- und Sozialeinrichtungen im Stadtteil. Der Zuzug nach Lindenau ist seit Jahren größer als der Wegzug.
Bei einer Stadtführung am 24.11.2011 für Studierende und Lehrkräfte der Fachschule für Sozialarbeit aus Dresden konnten wir auf eine Vielzahl von seniorenrelevanten Fragestellungen hinweisen, die seither bearbeitet werden. Gemeinsam mit der Leipziger städtischen Seniorenbeauftragten wurden Aufgaben im Bereich der Seniorenarbeit im Stadtteil besprochen. Daraus entwickelte sich ein Projekt der aktiven Einbeziehung von älteren Menschen in die Lösung von Problemen vor Ort. Unter wissenschaftlicher Begleitung durch die Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden fanden regelmäßig Veranstaltungen im Rahmen des Projekts „MitgestALTER“ statt. In diesem Projekt „mitgestALTER“ entstand eine Plattform, die speziell die Erfahrungen und Interessen der älteren Menschen im gesellschaftlichen Veränderungsprozess zur Geltung bringen will.
Denn: Nur die älteren Menschen selber wissen, was ältere Menschen wollen und brauchen.


Lindenau-Bibliographie
Für Recherchen zu einzelnen Örtlichkeiten, Personen, Geschehnissen und Strukturen im Stadtteil Lindenau ist ein kleiner Teil (ca. 240 Titel) unserer im Verein erstellten Lindenau-Bibliographie seit Jahren schon im Internet einsehbar.
http://lindenaubibliografie.wordpress.com/ bzw.
http://lindenaubibliografie.files.wordpress.com/2008/06/lindenaubibliografie-0.pdf
Die überarbeitete Version (bisher ca. 800 Titel) einer Bibliographie zum Stadtteil Lindenau, die zum größten Teil auch mit Standortsignaturen Leipziger Bibliotheken versehen ist, soll eines Tages in der Leipziger Stadtbibliothek online funktionieren. Dieses Vorhaben konnte leider noch nicht abgeschlossen werden. Etwa 100 weitere Buchtitel sind bisher nicht bearbeitet worden und liegen beim Stadtteilverein für eine spätere Einarbeitung bereit. Wer möchte mitmachen bei der Erfassung der Bücher?


Ein Kindergarten-Projekt als Motor einer integrierten Stadtentwicklung
Im Frühjahr 2013 konnte in Leipzig-Lindenau der erste »BuchKindergarten« für insgesamt 119 Kinder eröffnet werden. In den vergangenen sechs Jahren Vorarbeit war dieses gemeinsame Projekt wichtiger Anstoß einer integrierten Stadtentwicklung rings um die Josephstraße, in der alle Beteiligten einen langen Atem bewiesen. Der »BuchKindergarten« ist ein schönes Ergebnis der Planungsworkshops des Lindenauer Stadtteilvereins im Umfeld der Zwischennutzungsprojekte rund um die Nachbarschaftsgärten mit Unterstützung u.a. durch mehrere städtische Ämter.


Lindenauer Taschentuchgeschichten
In Kooperation mit Anna Kaleris Prosawerkstatt baten wir jüngere und ältere Lindenauer Nachbarn um ein Aufschreiben ihrer Erinnerungen an interessante Begebenheiten im Stadtteil. Eine Präsentation der Ergebnisse erfolgte in der Adventszeit im Dezember 2012. Gedruckt wurden diese Geschichten auf herkömmliche Taschentücher. Dieses Projekt wird im folgenden Jahr fortgesetzt werden. Ausgangspunkt dieser interessanten Geschichtensammlung war eine vorübergehende Wiederöffnung der legendären „Taschentuchdiele“ in der Georg-Schwarz-Straße durch den Stadtteilverein in Absprache mit dem südafrikanischen Hausbesitzer.


Wettbewerb Kunstraum [10].lindenau
Kurzfristigst ist der Verein Träger eines lange geplanten Projektes am Lindenauer Markt geworden. Im Mai wurde der Kaufland-Bau am Lindenauer Markt eröffnet, an der Ecke Henricistraße/Lindenauer Markt und in der Kuhturmstraße entstand in zehn vorgeblendeten "Fenstern" eine Kunstausstellung als Fassadengestaltung des neuen Gebäudes: der Kunstraum [10] Lindenau. Für die Gestaltung und Bespielung der zehn großen Schaukästen mit Wirkung auf den Stadtraum übernahmen der Lindenauer Stadtteilverein die Durchführung eines künstlerischen Gestaltungswettbewerbes und die Trägerschaft für die Umsetzung des ausgewählten ersten Beitrages, der zugleich die kontroversen Diskussionen im Vorfeld widerspiegeln sollte. Das Juryteam setzte sich aus einer Professorin der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, einer Medienkünstlerin des SagArt e.V., einem Mitglied des LOFFT e.V., einer Leipziger Bildhauerin, einem Mitglied der Immobilien- und Standortgemeinschaft Lindenauer Markt sowie einem Mitglied des Lindenauer Stadtteilvereins e.V. zusammen. Der erste Preis ging an Diana Wesser. Ihr Beitrag "PROtest" bot ein partizipatives, prozessorientiertes Konzept, das alle Akteure am Lindenauer Markt und darum herum in einen ergebnisoffenen Ablauf von Ereignissen einbinden konnte. Die offizielle Eröffnung des Kunstraum [10].lindenau fand am 24.05.2012 auf dem Lindenauer Markt statt. Neben dem Haupteingang am Lindenauer Markt sollten dagegen mehrere kleinere Flächen für aktuelle Aushänge der Nachbarschaft (u. a. Kunst,- Kultur- und Sozialeinrichtungen des Stadtteils) genutzt werden können. Dies erfolgte bisher nicht.


Erhalt der Spielstätte der Musikalischen Komödie (MuKo)
Mit dem Förderverein der Musikalische Komödie gab es auch 2012 einen regen Austausch und Zusammenarbeit bei einzelnen Anliegen zum Erhalt und zur Förderung der Angebote der Musikalischen Komödie und zur dauerhaften Sicherung des Standortes Haus Dreilinden. Der Stadtteilverein beteiligte sich im September 2012 auch wieder beim alljährlichen MuKo-Serenadenkonzert im MuKo-Garten in der Dreilindenstraße. Beeindruckend waren die ungeahnten Besucherströme aller Generationen (Eintritt frei).


Radverkehr
Umgesetzt wurde im Jahre 2012 eine Planung zur Radfahrerampel an der Kreuzung Demmeringstraße/Merseburger Straße, die zuvor von uns gemeinsam dem mit der Leipziger Ortsgruppe des ADFC und dem Lindenauer Bürgerpolizisten erarbeitet und abgestimmt worden war. Seit Herbst 2012 ist nun auch aus der Demmeringstraße und der Apostelstraße ein regelgerechtes Geradeausfahren mit dem Fahrrad stadtauswärts möglich. Ohne großen baulichen oder finanziellen Aufwand konnte eine Lösung umgesetzt werden, für die ursprünglich ca. 20.000 Euro veranschlagt worden waren (für Bau von Rampen von der Straße auf den z. T. ohnehin schmalen Fußweg).


Fußwege und Belange der Fußgänger in Lindenau
Gemeinsam mit weiteren Leipziger Stadtteilinitiativen folgte der Lindenauer Stadtteilverein einer Einladung der Ortsgruppe Leipzig des Fachverbandes Fußverkehr Fuss e.V. zu einem Infoabend und zu einem Kennenlernen der jeweiligen Vereinsarbeit am 18. Januar 2012 in der Leipzger Geschäftsstelle von ADFC und VCD. Die Leipziger Ortsgruppe des Fachverbandes Fußverkehr Fuss e.V. will sich stärker in die Diskussionen zur Stadtentwicklung und Verkehrsplanung einbringen und mit öffentlichen Veranstaltungen und Aktionen auf die Belange der Fußgänger hinweisen. Hierbei möchte sie Leipziger Bürgervereine gern für eine Kooperation gewinnen. Ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit war unsere Mitarbeit an einem Fußgänger-Stadtplan für die Stadt Leipzig. Durch uns erfolgte die Einarbeitung zahlreicher fußläufiger Wegeverbindungen für den Stadtteil Lindenau in den Fußgänger-Stadtplan sowie die Korrektur fälschlicher Daten.


Beteiligung wie Träger Öffentlicher Belange (TÖB)
Bei allen baulichen Projekten, in denen der Lindenauer Stadtteilverein e. V. als stadtteilorientierter Bürgerverein im Rahmen der Beteiligung wie ein Träger Öffentlicher Belange (TÖB) beteiligt wird, setzt er sich für eine behutsame, nachhaltige Verkehrsplanung ein. Auch zur frühzeitigen Beteiligung bei der Rahmen-Bebauungsplanung Cottaweg/RB-Gelände haben wir eine Stellungnahme des Stadtteilvereins eingereicht.


Recherchen zur Heimatkunde: Leipziger Westen um 1900
Mit mehreren Vereinsmitgliedern, u. a. dem Bauhistoriker Rainer Bodey, beteiligte sich der Lindenauer Stadtteilverein e. V. an der Konzeption und Vorbereitung sowie der Recherche zu einer Ausstellung über öffentliche Einrichtungen der kultuellen, sportlichen, medizinischen und städtebaulichen Infrastruktur sowie aus dem Bereich der Freizeitgestaltung. Diese Ausstellung mit zehn Bildtafeln zum "Leipziger Westen - Aufstieg und Glanz um 1900" wurde erstmals im Herbst 2012 im Kirchencafé Karl-Heine-Straße 110 gezeigt.


Sagenhaftes Lindenau
Von den Kindern des Leipziger Buchkinder e.V. wurde mit Unterstützung durch uns ein riesiges Buch über Lindenauer Sagen und Legenden verfasst. Außerdem haben die jungen Autorinnen und Autoren etliche eigene Geschichten zu Papier gebracht. Für 59 Euro sind die aufwändig gearbeiteten Exemplare mit Originaldrucken im Buchkinderladen in der Endersstraße 3 (vorher: in der Demmeringstraße 21) oder im Internet unter www.buchkinder.de zu haben.


Karl-Heine-Ausstellung
Gemeinsam mit dem Lindenauer Kirchencafé wurde ein Ausstellungsprojekt zum Wirken von Dr. Carl Heine umgesetzt. Dank der Unterstützung des Quartiersmanagement Leipziger Westen konnte am 20. September 2011 eine sehenswerte und bisher oft besuchte Ausstellung über diesen "Vater" und Förderer des Leipziger Westens eröffnet werden.


Stadtteilschreiberinnen in Lindenau (2)
Ja, wer hätte das gedacht? Da kamen Mitra Devi (Autorin) und Bea Huwiler (Fotografie) für sechs Monate aus Zürich und legten einen Warmstart sondersgleichen hin: Ihr Lindenau-Krimi "Der Spinner von Leipzig" (edition paperone, 16 €) entstand tatsächlich von der Idee bis zum Druck in Wort und Bild in der kurzen Zeit ihres Aufenthalts und war nach nur dreieinhalb Monaten vergriffen. Tröstlich: Oliver Baglieri legte im März 2008 den Titel neu auf.
Vielen Dank Mitra und Bea! Und allen, die den Aufenthalt ermöglicht und unterstützt haben.
www.mitradevi.ch


Stadtteilschreiber in Lindenau "artists in residence" (1)
Die Idee existierte schon einige Jahre, dann aber hat sich spontan etwas ergeben: Magdalena Kunz und Daniel Glaser kamen Ende April 2006 aus der Schweiz nach Leipzig-Lindenau. Die beiden Künstler arbeiten mit großformatiger Fotografie und konkreten Objekten. Sie wollten 2006 in Lindenau leben und arbeiten und auf ihre Art festhalten, was und wie sie den Stadtteil erleben. Zusammen haben sie eine Kunstform entwickelt, die an der Schnittstelle von Film und Fotografie liegt: Kinematische Bilder. Eine besondere Faszination geht von der anfangs unmerklichen Veränderung der Bilder aus. Zu sehen waren einige der Werke beim Kunstverein Leipzig und in der Neuen Sächsischen Galerie in Chemnitz.
http://glaserkunz.net


Postkartenkalender Lindenau 2003
Da bleibt nicht viel zu sagen: Er ist weg, ratzefatze alle, ausverkauft und nicht mehr da. 500 Exemplare waren einfach zu wenig für das tolle Teil zum tollen Preis. Wir haben noch einige Restexemplare für Bibliotheken aufgehoben, daneben sind für Weihnachts- und Neujahrsgrüße auch noch einzelne Karten (A6, 30 ct.) sowie eine Luftaufnahme (A5, 50 ct.) zu bekommen.


Tagebuch Lindenau 2003
Eigentlich hatten wir uns bemüht, eine Finanzierung für eine Stadtteilschreiber-Stelle auf die Beine zu stellen. Angesichts klammer Kassen sind wir jedoch auf die Idee gekommen, in einer Art persönlichem Tagebuch das Leben der Menschen im Stadtteil wochenweise zu dokumentieren.
2003 haben sich etwa 50 Gruppen, Einzelpersonen, Vereine ... gefunden, die jeweils von Mittwoch bis Mittwoch aufgeschrieben haben, was ihnen zu "Lindenau und ich" und "Ich und Lindenau" so einfiel. Das absolute Unikat birgt so manche Anekdote, Momentaufnahme, Altbekanntes und völlig Neues ... einfach spannend, was da zusammen gekommen ist! Die Tagebuchschreiberinnen und -schreiber trafen sich in der langen Lindenauer Nacht am 28.2.2004 ab 19 Uhr im Theater der Jungen Welt.
Ein RIESENGROßES Dankeschön an Hélène Corrot, die es ein ganzes Jahr lang geschafft hat, das immer schwerer werdende Monstrum an den Mann und an die Frau zu bringen. Toll, was da entstanden ist. Zu sehen war das Tagebuch übrigens bei allen möglichen stadtteilöffentlichen Anlässen.


Auswahl einiger älterer Projekte:

- "Lindenfels. Von der Gesellschaftshalle zur Schaubühne", herausgegeben vom Lindenauer Stadtteilverein e. V. in Leipzig-Lindenau anlässlich des Lindenfels-Jubiläumsjahres 2006. 40 Seiten, Autoren: Rainer Bodey, Jürgen Gössel, Stefanie Möller, Rainer Müller, Ralph Nünthel, Christina Weiß, Gestaltung: Carsten Wittig, Druck: Thomasdruck, Leipzig-Lindenau (Lindenauer Geschichte(n), Heft 1) >> Buchhandlung SeitenBlick (5 Euro)
- "Karl-Heine-Kanal. Leipzigs langer Weg zum Meer", herausgegeben vom Lindenauer Stadtteilverein e. V. in Leipzig-Lindenau, 2008. 48 Seiten, Autoren: Wolfgang Böge, Uwe Köhler, Rainer Müller, Björn Teichmann, Christina Weiß, Gestaltung: Carsten Wittig, Druck: Thomasdruck, Leipzig-Lindenau (Lindenauer Geschichte(n), Heft 2) >> Buchhandlung SeitenBlick (5 Euro)
- [Projekt Lindenauer Geschichte(n), Heft 3 "Kirchen in Lindenau": ungedruckt, Finanzierung des Druckes fehlt noch]
- ein Sachkundearbeitsheft "Mein Stadtteil" für Schulkinder >> Buchhandlung SeitenBlick (in Kooperation mit Pro Leipzig e.V., 6 Euro; alle Grundschulen im Stadtteil und die Nachbarschaftsschule haben von uns einen Klassensatz kostenlos erhalten)
- Lindenauer Postkartenkalender, 25 Ansichtskarten zur Stadtentwicklung in Lindenau, jeweils mit einem 2-Wochen-Kalendarium versehen >> vom letzten Jahrgang gibts noch Restexemplare - für 2016 !! - beim Stadtteilverein erhältlich (5 Euro)
- ein Nachdruck der Karte „Bauareale“ von Dr. Karl Heine 1885 (8 Euro, Größe: 63 x 40 cm, alle Fabrikareale von 1885 sind beschriftet) - ein MUSS für alle Lindenau-Fans und Geschichtsfreunde des Leipziger Westens - immer ein tolles Geschenk!
- CD "In Lindenau, da ist der Himmel blau..." (Geschichten, Gedichte, Balladen, 9 Euro)
- Tagebuch Georg-Schwarz-Straße (52 Wochen-Blätter)
- Taschentuchgeschichten mit Kugelautomat
- moderierte Verkehrs- und Planungsworkshops
- familienfreundliches Wohnen in Lindenau: Wohnprojekt eingeweiht - Riesenerfolg mit Artikeln in taz, Bundesbaublatt ... >> aus diesem Projekt entstand das Projekt Nachbarschaftsgärten
- Wächterhäuser in Lindenau >> inzwischen auch darüberhinaus: www.haushalten.org
- Nachbarschaftsgärten in der Josephstraße mit Fahrradwerkstatt und Holzwerkstatt
- Aufnahme eines Mastschweinebetriebs (jawoll!) als weitere kreative Zwischennutzung für Brachflächen
- Bau des ersten Strohballenhauses in Leipzig [Nachtrag 2015: inzwischen stehen zwei weitere Strohballen-Wohnhäuser in Lindenau]
- Backfest am Lehmofen in den Nachbarschaftsgärten
- Beräumung ungenutzter Gebäude; für die Bezahlung der Müllentsorgung sammelten wir hunderte und aberhunderte Sperrmüllmarken im Pappschwein „Max“
- Brachflächentag La gLOCALisation am Samstag, 11. September 2005 mit Französischer Sommeruniversität des Maison de la France
- Oster- und Sommer-Baulager in der Josephstraße mit dem Internationalen Bauorden (IBO, www.bauorden.de)
- denk mal! Hausbiographien
- Verortung der genauen Lage der mittelalterlichen Lindenauer Wasserburg (später Rittergut)
- Lindenau-Kartei. Angebote im Stadtteil
- Kulturkalender für Angebote in Lindenau (anfangs monatlich, dann aller zwei Wochen per Mail und www.)
- Kanal-Erlebnistag und Bootstour "Hamburg 471,02 km"
- Projekt "stadthalten" - nominiert für den Städtebausonderpreis 2004
- Lindenauer Stadtteilfeste organisieren:
. Fest auf dem Lindenauer Markt
. Roßmarktstraßenfest
. Lindenauer Nacht (ab 2004 in und mit dem Theater der Jungen Welt und LOFFT)
- Beteiligung und Unterstützung weiterer Feste im Stadtteil:
. Westbesuch-Westkultur
. Mersefest
. Georg-Schwarz-StraßenFest: Das Fest 2017 fand am Samstag 17. Juni als Höfefest mit offenen Läden in der GSS statt.
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