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Lindenauer Häuserliste
Calvisiusstraße 42
04177 Leipzig-Lindenau
zur Geschichte
1926 im Hofgebäude:
Verein Blaues Kreuz
Zur Geschichte des Blauen Kreuzes in Deutschland:
"1877 Beginn in der Schweiz
Am 21. September 1877 wurde der erste Blaukreuz-Verein in Genf durch den Schweizer Pfarrer Louis-Lucien Rochat mit weiteren 27 Personen gegründet. Alle verpflichteten sich durch Unterschrift zur Alkoholenthaltsamkeit.
Die Männer und Frauen der Gründergeneration verglichen sich, in Anlehnung an das kurz zuvor gegründete Rote Kreuz, mit "Krankenträgern, die sich auf den Kampfplatz des Lebens begeben, um die Opfer der Trunksucht und des Wirtshauslebens zu retten".
Daher das Symbol des Kreuzes; die Farbe Blau war seit jeher die Farbe der Abstinenzbewegungen im angelsächsischen Raum.
1885 Anfänge in Deutschland
5. Oktober 1885 Gründung des ersten deutschen Blaukreuz-Vereins in Hagen/Westfalen durch Pfarrer Arnold Bovet.
Verbreitung im Deutschen Reich ab 1887
6. Oktober 1887 Oberstleutnant Curt von Knobelsdorff, selbst abstinent lebender Alkoholiker, tritt dem Blauen Kreuz bei. Durch ihn wurde das Blaue Kreuz im ganzen damaligen Deutschen Reich und weit darüber hinaus verbreitet.
1890 International
Im Jahre 1890 gründeten die nationalen Blaukreuz-Verbände der Schweiz, Frankreichs und Belgiens den heutigen Internationalen Bund des Blauen Kreuzes, der heute in fast 50 Ländern Europas und Übersee tätig ist und zu dem auch der Blaues Kreuz in Deutschland e. V. gehört.
Gründung des deutschen Hauptvereins 1892
8. August 1892: Gründung des Deutschen Hauptvereins des Blauen Kreuzes in (Wuppertal-) Barmen, heute: Blaues Kreuz in Deutschland e.V., und des Blaukreuz-Verlages.
In ganz Deutschland entstanden nach und nach Hunderte von Blaukreuz-Vereinen.
Herausgabe eines Monatsblattes "Der Herr mein Panier"
Zum 1. Januar 1897 erscheint das vierseitige "Monatsblatt des Blauen Kreuzes" mit dem Titel "Der Herr mein Panier". Herausgegeben wird diese neue Zeitschrift vom "Deutschen Central-Vorstand", verantwortlich für den Inhalt ist Pastor Gottlieb Fischer. Das Blatt verbindet die Blaukreuzler innerhalb und außerhalb des Hauptvereins miteinander, wie in der Juli-Ausgabe zu lesen ist, mit 4000 Exemplaren aufgelegt.
Gründung des Hoffnungsbundes 1899
Am 12. Februar 1899 Gründung des ersten deutschen "Hoffnungsbundes" in Barmen (Kinderarbeit des Blauen Kreuzes).
1905 Herausgabe des Wochenblattes "Rettung"
Am 1. April 1905 Herausgabe des Wochenblattes "Rettung", anfangs als Pfennigblatt; Schriftleiter zunächst Dietrich Goebel, dann Wilhelm Goebel;
1941 verboten, neu erschienen im November 1949 (unter den Titeln "Rettung" und "füreinander" seit 1971 in Westdeutschland).
Mai 1959 in Westdeutschland
Änderung des Namens in Blaues Kreuz in Deutschland e. V., Sitz Wuppertal-Barmen
In der damaligen DDR war das Blaue Kreuz als Verein verboten. Darum wurde am 1. Januar 1960 die Evangelische Arbeitsgemeinschaft zur Abwehr der Suchtgefahren (AGAS) unter dem Dach der Inneren Mission gegründet.
Wiedervereinigung: Zusammenschluss 1991
Nach dem Fall der Mauer schlossen sich das Blaue Kreuz (aus Westdeutschland) und die AGAS (aus dem DDR-Gebiet) am 11. Oktober 1991 zusammen."
Quellen/Literatur/Weblinks:
- Leipziger Adressbuch 1926
- Adreßbuch der Reichsmessestadt Leipzig mit Markkleeberg, Böhlitz-Ehrenberg, Engelsdorf, Mölkau 1943
- www.blaues-kreuz.de
> Demmeringstraße 18 HH
